Historisches bei „Genuss am Fluss“

Lohgerberin zeigt altes Handwerk

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Torsten Koschnitzke, Stefan Iken, Helga Bürster, Cornelia Harms und Bernd Oeljeschläger (v.l.) weisen auf die Aktionen des Bürger- und Geschichtsvereins hin.

Wildeshausen - Wildeshausen ist eine Stadt mit jahrhundertealter Handwerkstradition. An diese lange Geschichte möchte der Bürger- und Geschichtsverein am Wochenende, 12. und 13. September, im Rahmen der Veranstaltung „Genuss am Fluss“ mit Stelltafeln und Vorführungen erinnern.

„Bei dem Fest handelt es sich um eine wunderbare Initiative, die viele Projekte zusammenführt“, so der Vereinsvorsitzende Bernd Oeljeschläger. „Da wollen wir natürlich gerne dabei sein.“ Angesichts des Events im Schatten der historischen Alexanderkirchemauern möchte der Bürger- und Geschichtsverein den Blick auf das alte Handwerk in der Wittekindstadt lenken. Unter einer Pagode geht es vorrangig um die Tätigkeit des Lohgerbers. Dieser Beruf ist in Wildeshausen seit 1970 ausgestorben, prägte die Stadt aber davor mehr als 150 Jahre. Möglicherweise erhält der Verein historische Werkzeuge, wie einen Gerberbaum, aus der alten Lohgerberei Benecke an der Huntestraße. Auf jeden Fall soll auf Stelltafeln deutlich gemacht werden, wie anstrengend der lederverarbeitende Beruf war. Zudem wird die Dötlinger Schrifstellerin und Geschichtenerzählerin Helga Bürster am Sonntag um 12, 14 und 16 Uhr als Gerberfrau zeigen, wie der Beruf früher ausgeführt wurde.

Entlang der alten Klostermauern informiert der Bürger- und Geschichtsverein zudem über Handwerke wie Schuhmacher, Stellmacher oder Hufschmied, die es viele Jahrhunderte in Wildeshausen gibt. Stefan Iken vom gleichnamigen Wildeshauser Konzept- und Grafikbüro fertigt die großen Schaubilder an.

Da am Sonntag auch Tag des offenen Denkmals ist, werden die Eintrittsbänder für „Genuss am Fluss“ so gestaltet sein, dass Besucher das Gelände verlassen und wieder zurückkehren können, ohne noch einmal zahlen zu müssen. „Das alles ergänzt sich hervorragend“, sagt Torsten Koschnitzke vom Veranstalter. Die Besucher könnten dann die Museen der Stadt besuchen, das alte Wasserwerk besichtigen und dann auf dem Gelände rund um die Alexanderkirche weiterfeiern.

dr

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