Volksbank spendet Bäume für erfolgreiche Crowdfunding-Projekte

Historische Apfelsorten bereichern Arboretum

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Hermann Lessel, Alex Bering, Volker Kuhlmann und Manfred Sander (v.l.) zeigen die Schilder der neuen Apfelsorten. - Fotos: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Im Wildeshauser Arboretum stehen jetzt Bäume mit den wohlklingenden Namen „Deutsche Alkmene“, „Bremischer Boikenapfel“, „Französischer Jacob Lebel“ sowie „Norddeutscher Finkenwerder Herbstprinz“. Es sind historische heimische Sorten. Jeder darf im Herbst die Früchte sammeln.

Dafür verantwortlich, dass die vier Apfelbäume im Baumgarten der Wildeshauser Rotarier stehen, ist die Volksbank Wildeshauser Geest. Die spendet nämlich für jedes erfolgreiche Crowdfunding-Projekt auf der eigenen Plattform einen Baum. Da im Jahr 2016 vier Initiativen positiv abgeschlossen werden konnten, kamen Prokurist Manfred Sander und Vertriebsassistent Alex Bering dem Wunsch der Rotarier Volker Kuhlmann sowie Hermann Lessel nach, vier Bäume der fast ausgestorbenen Arten zu pflanzen, die bei Knolle in Harpstedt aufgezogen wurden.

„Schöne Äpfel, schöne Sorten“, lobte Kuhlmann, der vor knapp 20 Jahren Initiator des Arboretums war und sich seither intensiv um die Anpflanzungen und die Betreuung des Areals kümmert. Ihm ist es ein wichtiges Anliegen, Naturflächen in Wildeshausen zu vernetzen. „Die Leute scheuen sich, in ihren Gärten große Bäume zu pflanzen“, sagt er. „Sie wollen nicht so viel Laub fegen.“ Dabei sei es unverzichtbar, der Natur ihren Raum zu geben. Dazu gehöre es auch, Bienenvölker anzusiedeln. Im Arboretum seien mittlerweile 20 Stöcke untergebracht.

Dieses Spielgerät wurde mutwillig beschädigt.

Auf rund 3,5 Hektar stehen in der Nähe der Lehmkuhle 60 Obstbäume sowie 120 weitere Laub- und Nadelhölzer aus aller Welt. Im Jahr 1999 wurden dort die ersten Linden gepflanzt. Es kamen unter anderem 4 000 Sträucher dazu, im Boden stecken so viele Narzissenzwiebeln, wie Wildeshausen Einwohner hat, und drei Insektenhotels sorgen dafür, dass sich viele Tiere im Arboretum wohlfühlen.

Wöchentlich kommt einiges an Müll zusammen, der im Arboretum achtlos weggeworfen wird.

Dennoch gibt es Sorgen: Jede Woche sammelt Kuhlmann einen Eimer voll mit achtlos weggeworfenem Plastikmüll auf dem Gelände ein. Im Sommer kommen unzählige Flaschen dazu. Außerdem werden immer wieder mutwillig Spielgeräte zerstört, sodass sie kostspielig repariert werden müssen. „Es wäre schön, wenn das Arboretum mehr geachtet wird“, so Kuhlmann.

Übrigens: Im Jahr 2017 hat die Volksbank sieben Crowdfunding-Projekte erfolgreich abgeschlossen. Sie sucht nach einem Platz für neue Bäume. Vorschläge werden per E-Mail an a.bering@vbwildeshauser-geest.de angenommen.

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