Himmelsthür und Hunte als Schwerpunkte

Konzepte für „Wildeshausen 2030“

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Rund 80 Besucher nahmen an der Stadtkonferenz im historischen Rathaus teil und diskutierten über Konzepte.

Wildeshausen - Das städtebauliche Entwicklungskonzept „Wildeshausen 2030“ wird immer konkreter. Bei der zweiten öffentlichen Zukunftswerkstatt am Dienstagabend im historischen Rathaus beteiligten sich mehr als 80 Wildeshauser Einwohner an der Diskussion über die weitere Entwicklung ihrer Stadt (wir berichteten).

Nachdem schon bei der ersten Stadtkonferenz im Juni Ziele für unterschiedliche Themen wie Bildung, Verkehr, Tourismus, Wohnen, Gewerbe und Innenstadt formuliert wurden, stand beim zweiten Treffen die Suche von räumlichen Entwicklungspotenzialen zur Umsetzung dieser Ziele im Vordergrund.

Das mit dem Entwicklungskonzept beauftragte Planungsbüro Ackers und Partner aus Braunschweig zeigte die räumlichen Potenziale und Fehlentwicklungen auf, um dann eine Reihe von Handlungsschwerpunkten zu formulieren, die in Angriff genommen werden sollen. Die Teilnehmer konnten in Arbeitsgruppen die Schwerpunkte ergänzen und mit Prioritäten versehen.

Als wichtigste Themen kristallisierten sich im Rahmen der Diskussion die Quartiersentwicklungen im Bereich des Huntetors (Herrlichkeit, Huntetor, Huntestraße und Zwischenbrücken), des Geländes der Diakonie Himmelsthür und des Grüngürtels entlang der Hunte vom Huntetor bis zum Pestruper Gräberfeld heraus. Als wichtigste Einzelthemn mit Konfliktpotenzial wurden die Verkehrsführung und der ruhende Verkehr in der Innenstadt benannt. 

„Es gibt keine Chance für den zweiten Eindruck“

Weitere Konflikte entstehen aber auch durch das Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe, die Häufung von Leerständen in der Innenstadt und die unwirtlichen Eingangsräume zur Stadt, die beispielsweise durch Geröllhügel beeinträchtigt werden. „Es gibt keine Chance für den zweiten Eindruck“, erklärte zum letzten Punkt die Stadtplanerin Christina Kuczyk, die sich für Baumgürtel im Außenbereich, gezielte Nachverdichtung an Wohnstraßen und die Sicherung von historisch wertvollen Gebäuden sowie von Freiräumen aussprach.

Im kommenden Jahr soll ein erstes Konzept gefertigt sein, das langfristige Perspektiven für die Entwicklung Wildeshausens eröffnet. „Das ist nicht nur wichtig, damit sich die Stadt planvoll und über Ratsperioden hinweg entwickeln kann, sondern es ist auch die Grundvoraussetzung für das spätere Einwerben von Städtebaufördermitteln“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski. Diese, so Daniela Baron, könnten durchaus mehr als 50 Prozent betragen, sodass sich die Investitionen der vergangenen Monate und in der Zukunft in gezielte Projekte in jedem Fall auszahlen dürften. - dr

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