Aktion „Herzsicheres Düngstrup“: Zwei Defibrillatoren stehen für den Notfall zur Verfügung

Hilfe hängt an der Hauswand

Lernen an einer Puppe: Randolf Kaiser (rechts) zeigte den Düngstrupern um Gerd Hespe-Meyer (links), wie der Defibrillator angewendet wird. Foto: Rinne

Düngstrup – Gerd Hespe-Meyer hat sich am Samstag um eine Herzensangelegenheit gekümmert. Der Landwirt aus Düngstrup nahm an einer Einweisung für Defibrillatoren teil, von denen künftig zwei Stück in dem 200-Einwohner-Dorf in der Wildeshauser Landgemeinde zu finden sind, um bei einen Notfall schnell helfen zu können.

Hespe-Meyer leidet seit Jahren unter Herzproblemen. „Erst neulich musste ich von den Maltesern mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Rettungsassistent war hocherfreut, als er bei der Gelegenheit den Defibrillator an meinem Haus sah“, berichtet er.

Das Gerät an Hespe-Meyers Haus ist das erste von zwei, die im Rahmen der Aktion „Herzsicheres Düngstrup“ des Vereins „Düngstruper Dorphus“ angeschafft wurden. Der Landwirt selbst hat das Projekt angeschoben. Das zweite Gerät wird am Malereibetrieb „Hero“ zur Verfügung stehen. Dorthin hatte die Betreiberfamilie Cercur die Dorfgemeinschaft zur Einweisung in die lebensrettenden Apparate eingeladen.

„Etwa drei Minuten Zeit bleiben, um bei einem Herzstillstand Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten“, informierte Randolf Kaiser vom ausliefernden und betreuenden Dienstleister „Kaiser & Tappe“ aus Barnstorf. Nach etwa fünf bis sechs Minuten ohne Hilfe trete der Tod ein, so Kaiser.

Nach zwei Lehrfilmen durften die Düngstruper die Lebensrettung per Defibrillator an einer Puppe simulieren. Mit der Sprachanleitung des Gerätes wurden die Ersthelfer sicher durch die Rettungsmaßnahme geführt. „Durch die Aufstellung von zwei Geräten können 80 Prozent der Düngstruper innerhalb von drei Minuten versorgt werden. Das sind etwa 150 Personen“, erklärte Hespe-Meyer den Nachbarn.

7 000 Euro wurden für die Anschaffung fällig. Während der Landwirt ein Gerät aus eigener Tasche bezahlt hatte, wurde das andere über Spenden finanziert. Hespe-Meyer bedankte sich ausdrücklich bei der Volksbank Wildeshauser Geest und bei der Öffentlichen Versicherung Oldenburg für deren Unterstützung.  hri

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