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Hilfe aus Wildeshausen für Ukraine: Malteser spenden Rettungswagen, Schüler sammeln Geld

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Von: Ove Bornholt

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Spendenübergabe BBS und Malteser: Lehrer und Schülervertreter übergeben 1 800 Euro an die Malteser in Wildeshausen. Abgebildet sind (von links): Rektor Jens Haar, die Lehrer Daniel Grieshop und Joachim Haucke, Schulpastorin Sabine Arnold, der Schülervertretungs-Vertrauenslehrer Jonas Wagner, Schülersprecherin Lea Hildebrandt sowie die Malteser Georg Rehaag und Thomas Siemer.
Spendenübergabe BBS und Malteser: Lehrer und Schülervertreter übergeben 1 800 Euro an die Malteser in Wildeshausen. Abgebildet sind (von links): Rektor Jens Haar, die Lehrer Daniel Grieshop und Joachim Haucke, Schulpastorin Sabine Arnold, der Schülervertretungs-Vertrauenslehrer Jonas Wagner, Schülersprecherin Lea Hildebrandt sowie die Malteser Georg Rehaag und Thomas Siemer. © bor

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft für die Opfer des Ukraine-Krieges bleibt hoch: In Wildeshausen wurden am Montag gleich mehrere hochwertige Spenden übergeben.

Wildeshausen – Da ist einiges zusammengekommen: Die Schüler der Hunteschule und der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen haben am Montag insgesamt gut 2.800 Euro für die Opfer des Ukraine-Krieges übergeben. Außerdem kündigten die Malteser im Landkreis Oldenburg am gleichen Tag an, einen nicht mehr benötigten Rettungswagen in die Ukraine zu überführen. Das ausgemusterte Fahrzeug hat einen Wert von mindestens 15.000 Euro.

Gegen 10 Uhr versammelten sich die Hunteschüler zum Gruppenfoto. Sie hatten vergangene Woche Waren aus eigener Produktion wie Osterdekorationen und Insektenhotels, aber auch Waffeln auf dem Wochenmarkt verkauft. Dabei sind 1.015,60 Euro zusammengekommen. „Damit hätten wir niemals gerechnet“, freute sich Rektorin Martina Zahl. „Wir standen drei Stunden auf dem Markt. Viele Bürger haben den doppelten Preis bezahlt, um die Kriegsopfer zu unterstützen.“

Spendenübergabe Hunteschule: Rektorin Martina Zahl (vorne links) übergab das Geld an Niels-Christian Heins (vorne rechts) vom Blockhaus und ein paar ukrainische Flüchtlinge.
Spendenübergabe Hunteschule: Rektorin Martina Zahl (vorne links) übergab das Geld an Niels-Christian Heins (vorne rechts) vom Blockhaus und ein paar ukrainische Flüchtlinge. © bor

Das Geld wurde an Niels-Christian Heins übergeben und dient der Versorgung der im Blockhaus Ahlhorn untergebrachten Flüchtlinge. Wie berichtet, handelt es sich um 30 Jugendliche, zwölf Mütter und drei Lehrer. Heins bedankte sich ausdrücklich für den „tollen Einsatz“ der Hunteschüler.

Für die BBS stand die Spendenübergabe für 11.30 Uhr auf dem Gelände der benachbarten Malteser-Wache an. Die Schüler waren aufgerufen worden, einen Euro pro Person zu spenden. Dabei sind rund 1 .800 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld statten die Malteser im Landkreis Oldenburg einen ausgemusterten Rettungswagen aus, der dann in die Ukraine überführt wird. Das sechs Jahre alte Fahrzeug hat eine Laufleistung von 270. 000 Kilometern erreicht und wurde deswegen außer Dienst gestellt. Vor der Verlegung wird es noch in einer Werkstatt technisch überprüft. Eigentlich wäre es jetzt verkauft worden. Die Malteser gehen von einem Wert von mindestens 15 .000 Euro aus.

Rettungswagen im Wert von 15 000 Euro

Dann bringen die Malteser den Rettungswagen nach Polen, wo polnische Kollegen übernehmen. „Die fahren dann in Schutzkleidung“, unterstrich Georg Rehaag von den Wildeshauser Maltesern, dass in der Ukraine auch auf Rettungsfahrzeuge geschossen wird. Deswegen bräuchte es auch neue Wagen.

Außer dem Geld wurden an den BBS auch Sachspenden im Wert von rund 1 .000 Euro gesammelt. Es sind 70 Kartons mit Babynahrung, Hygieneartikeln, Konserven und Co. zusammengekommen. Für den Transport hat ein Lehrer berufliche Kontakte zum Maschinenbauer BDW aus dem Landkreis Vechta aktiviert, der seit Jahrzehnten in Osteuropa aktiv ist. Von Calveslage aus geht es erst in die Westukraine und dann in die Gebiete, in denen der Krieg tobt. „Auf dem Rückweg aus Charkow oder Luhansk nehmen die Fahrer dann Kinder mit“, berichtete Lehrer Daniel Grieshop sichtlich erschüttert von den Schilderungen seiner Ex-Kollegen.

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