Kay Landwehr absolviert Praktikum beim „Team Iken“

„Hier darf ich auch als Praktikant mitarbeiten“

Gemeinsam mit Werbetechniker Alexander Hohmann (rechts) bereitet Praktikant Kay Landwehr die Schriftzüge zum Aufbringen vor. Dem 15-Jährigen gefällt das Praktikum aufgrund der Vielfältigkeit sehr gut. - Foto: Dejo
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Gemeinsam mit Werbetechniker Alexander Hohmann (rechts) bereitet Praktikant Kay Landwehr die Schriftzüge zum Aufbringen vor. Dem 15-Jährigen gefällt das Praktikum aufgrund der Vielfältigkeit sehr gut.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Mit der Leiter steht er an der Seite eines Sattelschleppers, um an der Tür einen Schriftzug anzubringen: Der 15-jährige Kay Landwehr, der die achte Klasse der Wildeshauser Hauptschule besucht, absolviert derzeit ein zweiwöchiges Praktikum im Bereich Werbetechnik beim Unternehmen „Team Iken“ in der Kreisstadt.

So wirklich kannte er die Firma vor dem Praktikum noch gar nicht: „Ich hatte mich um eine Stelle bei ,Euronics‘ beworben. Das hat aber nicht geklappt. Kurzfristig konnte ich dann hier unterkommen.“ Und das sei eine sehr gute Entscheidung gewesen: „Diese Arbeit geht schon in die Richtung, die ich nach der zehnten Klasse, ich will die Schule mit Realschulabschluss verlassen, einschlagen möchte.“ Allerdings könne er es sich auch vorstellen, den Beruf des Malers zu ergreifen: „So richtig habe mich noch nicht entschieden, aber es sollte schon etwas Kreatives sein.“

Was aber gefällt ihm am besten an diesem Praktikum? „Die Antwort ist ganz einfach“, sagt der 15-Jährige. „Hier bin ich nicht etwa zum Kaffeekochen oder Putzen, sondern ich darf richtig mitarbeiten und den Leuten zur Hand gehen.“ Dazu Werbekaufmann Patrick Diekhöfer: „Es ist uns besonders wichtig, dass die Praktikanten mit anfassen. Sie sollen schließlich etwas von dem Beruf mitnehmen, um sich später entscheiden zu können.“

Kay hatte sich bislang gar keine Gedanken darüber gemacht, wo die Werbung und Beschriftungen herkommen, die zum Beispiel an Fahrzeugen oder Gebäuden zu sehen sind. „In diesen Tagen habe ich schon eine Menge erfahren und gelernt. Der Beruf des Werbetechnikers ist schon sehr umfangreich.“ 

So sei es überaus interessant gewesen, als er mit den Mitarbeitern jetzt auf Montage gehen durfte: „Wir waren zunächst in der Radiologie in Vechta. Dort haben wir einen Pylon sowie Fenster und Türen beschriftet. Die Schriftzüge wurden zuvor hier in der Werkstatt erstellt. Sehr spannend sei es gewesen, in der Bäckerei Wolke in Vechta eine Foto-Tapete zu montieren. „Die haben wir allerdings produzieren lassen“, so Diekhöfer.

Abwechslungsreicher Job

Viel Zeit zum Reden hat Kay dann nicht mehr, er muss mit Werbetechniker Alexander Hohmann in der Werkstatt Schriftzüge vorbereiten, damit sie nicht Buchstabe für Buchstabe, sondern in einem Stück aufgebracht werden können. „Das ist das Gute an dem Praktikum, ich werde gebraucht“, so Kay.

In der Tat ist der Beruf recht abwechslungsreich, wie Diekhöfer berichtet. Aufgaben der Werbetechniker sind die Gestaltung von Fahrzeugbeschriftungen, Außenwerbungen und Leitsystemen sowie von Bauschildern und Planen. 

Dazu gehören handwerkliche Tätigkeiten wie das Anfertigen von Digitaldrucken, Plotten und Kleben von Folien, Beschriften von Fahrzeugen, Beschriftung und Montage von Schildersystemen sowie die Fertigung und anschließende Installation von Leuchtdisplays und Lichtwerbeanlagen.

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