Spielplatz in JVA Vechta errichtet 

„Hermes hilft“-Aktion lässt Kinderaugen glänzen

Bester Laune war das Hermes-Team, als am Sonnabend der Spielplatz in der JVA in Vechta hergerichtet wurde.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Nicht nur mit hochkomplizierten elektronischen Schaltungen beschäftigt sich das Wildeshauser Unternehmen Hermes Systeme: Sechs Mitarbeiter plus Geschäftsführer Ingo Hermes hatten sich am Wochenende auf den Weg nach Vechta gemacht, um dort in der Frauen-Vollzugsanstalt einen Spielplatz für Kinder herzurichten. Dabei handelte es sich um ein Projekt der Aktion „Hermes hilft“.

„Die Idee für ,Hermes hilft‘ hatte ich vor zwei Jahren“, erzählt der Geschäftsführer. Sie basiere auf dem Wunsch, die Mitarbeiter dazu zu bewegen, eigenverantwortlich soziale Projekte anzuschieben und zu verwirklichen: „Ich selbst bin nur ein einfaches Mitglied im ,Hermes-hilft-Rat‘ und stelle als Unternehmer ein festes Budget in Höhe von 8000 Euro pro Jahr zur Verfügung.“ Hinzu käme ein ordentlicher Betrag aus einem Sammelbehälter. Die Projektvorschläge kämen von den Mitarbeitern und würden im „Rat“ dann demokratisch entschieden.

„Als wir mit der Aktion gestartet sind, hatte ich keine Ahnung, wie das Ganze genau ablaufen soll und kann. Vorgabe meinerseits war lediglich, dass nach demokratischer Abstimmung möglichst humanitäre Projekte in Angriff genommen werden.“ Für die Aktionen bekämen die Mitarbeiter bis zu zwei Tage Sonderurlaub.

„In Vechta waren wir im Bereich des offenen Vollzuges tätig. In dem Haus sind nur Frauen mit Kindern untergebracht, die auch von Frauen des geschlossenen Vollzuges betreut werden, wenn ihre Mütter arbeiten“, erzählt Hermes. Der dortige Spielplatz sei schon vor Jahren abgängig gewesen: „Da aber maximal 18 Kinder betreut werden, bestand keine Möglichkeit, Fördermittel zu bekommen.“ Die Mitglieder des „Rates“ hatten von den Kindern erfahren und wollten für sie ursprünglich eine Ferienspaßaktion auf die Beine stellen. „Dann aber kam ihnen zu Ohren, dass dringend ein neuer Spielplatz benötigt wird“, so Hermes. Von Profis errichtet, hätte dieser mehr als 13.000 Euro kosten sollen: „Das war natürlich entschieden zu viel für die Einrichtung. So haben wir uns die Volksbank Vechta ins Boot geholt und jeweils 3500 Euro zur Verfügung gestellt. Den Rest hat die JVA übernommen, sodass wir 10.000 Euro zur Verfügung hatten.“

Es sei ein tolle Aktion gewesen in Vechta. „Es hat richtig Spaß gemacht, alles aufzubauen. Schließlich waren nicht nur Handwerker, sondern auch Buchhalterin, Programmierer sowie Mitarbeiter aus der Service-Abteilung am Werk“, betont Hermes. Die Freude über eine solche Zuwendung sei riesengroß gewesen.

Der Firmenchef betonte zudem, dass es an Ideen für weitere Projekt nicht mangelt. „Unter anderem unterstützen wir gemeinsam mit Pastor Biermann in Ghana die Gesundheitsversorgung. Mit unserer Spende schaffen wir es, mehr als 400 Menschen im Dorf eine gesundheitliche Grundversorgung zu ermöglichen.“ Ferner seien auch schon spezielle Geräte für Demenzkranke angeschafft worden: „Schauen wir mal, was sich unser ,Rat‘ als nächstes einfallen lässt, um anderen Menschen in ihrer Not zu helfen.“

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