Hermann König ist Pate bei der Ausbildungsbrücke/Von „mischMit!“ vermittelt

Ehemaliger Bürgermeister bringt Schüler auf den Weg

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Hermann König (l.) wurde von Thorben Kienert (M.) an die Ausbildungsbrücke mit Ralph Peter Mallonn vermittelt.

Wildeshausen - Hermann König war in Schwaben Bürgermeister und hat sich dort sehr für das Ehrenamt engagiert. Seit elf Jahren lebt er in Bühren, und seit 2013 ist er Pate bei der Ausbildungsbrücke in Wildeshausen. Er wurde von der Freiwilligenagentur „mischMit!“ vermittelt.

„Er war einer der ersten, die wir dorthin empfehlen konnten“, so der Geschäftsführer der Agentur, Thorben Kienert. Es handele sich um ein sehr anspruchsvolles und mehrjähriges Engagement.

Das kann der Leiter der Ausbildungsbrücke, Ralph Peter Mallon, nur bestätigen. Ziel des Projektes sei es, Jugendliche in der Schule und bei der Ausbildung zu betreuen, damit sie einen guten Weg einschlagen. Es gehe darum, sie zu einem Abschluss zu motivieren und dann bei der beruflichen Orientierung zu helfen.

„Wir sind Vertrauenspersonen für alle Anliegen, die die jungen Menschen an uns herantragen“, sagt König. Aktuell gibt es 19 aktive Paten in Wildeshausen, von denen sechs durch die Freiwilligenagentur vermittelt wurden.

Königs erster Schüler, den er als Paten betreut hat, ist mittlerweile in der Ausbildung. Auch in dieser Zeit ist er noch nach Bedarf für ihn da. „Es ist schön, Erfahrungen weitergeben zu können“, sagt er. Gleichzeitig gebe der Schüler ja auch etwas von sich zurück.

Der Pate und der junge Mensch, der sich Hilfe erhofft, lernen sich in der Regel im Rahmen eines Speed-Datings kennen. „Gewöhnlich sucht sich der Schüler den Paten“, macht Mallonn deutlich. „Es muss schon eine Sympathie vorhanden sein.“ Konkret gehe es dann oft um Lern- und Verhaltensdefizite – manches Mal verbunden mit Schwierigkeiten durch einen Migrationshintergrund. Deshalb ist auch der Kontakt zu den Eltern des Schülers wichtig.

Die Paten beraten und geben wichtige Tipps. Sie nehmen den jungen Menschen aber nicht alles ab, denn diese sollen selbstständig werden.

In den vergangenen Jahren hat die Ausbildungsbrücke in Wildeshausen mehr als 50 Hauptschülern geholfen. Doch nicht jede Patenschaft war erfolgreich. „Das ist oft enttäuschend, wenn es nicht so klappt“, so Mallonn. Er würde sich zudem wünschen, wenn sich Sponsoren fänden, die mal Aktionen von Paten und Schülern bezahlen. „Vielleicht eine gemeinsame Fahrt nach Bremerhaven zum Auswandererhaus“, sagt er. „Wir müssen um jeden Cent kämpfen.“ Kontakt zu ihm ist möglich unter Tel. 04431/7482192 oder per E-Mail an ralphpeter.mallonn@ewe.net.

dr

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