„Mathematik-Werkstatt“ zwei Wochen in der Privatschule Gut Spascher Sand

Herausforderungen können auch viel Spaß machen

Esther Schüürmann, Praktikantin an der Uni Vechta, mit einigen Schülern beim Legen von Mustern. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Dass Mathematik immer wieder eine Herausforderung für Jung und Alt ist, ist hinlänglich bekannt. Dass sie aber auch Spaß machen kann, das hat sich jetzt in der Privatschule Gut Spascher Sand in Wildeshausen gezeigt, wo die „Mathematik-Werkstatt“ der Uni Vechta für zwei Wochen Station gemacht hat.

Während von den dortigen Kindern ab der Vorschule bis zur sechsten Klasse alle die Möglichkeit hatten, sich ausführlich den Aufgaben zu stellen, wurden auch die Drittklässler der St.-Peter-Schule eingeladen, sich in der „Werkstatt“ den kniffeligen Aufgaben zu stellen.

„Die Kinder sind von diesem Projekt begeistert“, betonte Schulleiterin Susanne Klein. „In dieser Werkstatt haben sie die Möglichkeit, auch Mathematikbereiche intensiv zu erforschen die ansonsten im normalen Unterricht leicht mal etwas zu kurz kommen können.“

Im Rahmen dieses Projekts sei das Lernen mit allen Sinnen möglich. „Die Schüler haben Zeit, die Sachen zu vertiefen, um die verschiedenen Aufgaben genau zu erkunden“, so die Schulleiterin. Daher stehe schon jetzt fest, dass sie diese Ausstellung nochmals in die Schule holen werde: „Sogar einige Eltern haben sich den Aufgaben gestellt und sehr schnell feststellen müssen, wie kniffelig sie zum Teil sind.“

An den verschieden Stationen war auch für die Klasse 3 a der St.-Peter-Schule, die gestern mit Klassenlehrerin Ariane Brems vor Ort war, in erster Linie logisches Denken gefragt. Schlussfolgerndes Denken forderten hingegen Spiele wir Logeo, Camelot oder Rushhour.

Ob beim Messen und Vergleichen, dem Sammeln von Erfahrungen mit dem Gewicht oder dem Bauen und Konstruieren, die Drittklässler waren stundenlang mit Feuereifer dabei, die ihnen gestellten Aufgaben zu lösen. „Spiele dieser Art habe ich sonst schon mal einzeln im Unterricht, aber hier haben die Schüler eben die Möglichkeit, alles gezielt zu probieren“, so Brems.

Als „Mathe-As bezeichnete sie Jannis, der mit großem Interesse bei der Sache war: „Etwas schwer ist das Legen der sechseckigen Steine, bei denen das Muster zuammenpassen muss.“ Vivien hatte dagegen leichte Probleme beim Schreiben ihres Namens, wobei sie lediglich in einen Spiegel schauen durfte. „Schau mal, jetzt habe ich es doch geschafft“, rief sie plötzlich.

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