Heilpraktikerin Waltraud Kramer-Lindner arbeitet mit Neurofeedback

Trainieren gegen das „Chaos im Kopf“

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Waltraud Kramer-Lindner bietet als einzige Heilpraktikerin in der Region Neurofeedback an.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Kinder, die unter einer Aufmerksamkeitsstörung leiden und hyperaktiv sind, erleben oft einen „langen Leidensweg“. Das weiß Waltraud Kramer-Lindner aus Wildeshausen aus eigener Erfahrung. Lange Zeit suchte die Heilpraktikerin für Psychotherapie nach wissenschaftlich anerkannten Therapieformen bei Konzentrationsschwächen. Dann entdeckte sie Neurofeedback mit der es möglich ist, Betroffenen aus der „Negativ-Spirale“ zu helfen.

Kramer-Lindner machte mehrere Fortbildungen zur Neurofeedbacktherapie und arbeitet seit eineinhalb Jahren erfolgreich mit dieser Technik. In der gesamten Region ist sie die Einzige, die eine solche Therapie anbietet.

Während sich Kinder bei der mit ADHS abgekürzten Störung nicht konzentrieren oder ruhig sitzen können, gibt es die mit ADS abgekürzte Störung, bei der sich Kinder nach außen durch verträumtes Verhalten zeigen, innerlich jedoch unter einer gedanklichen Unruhe leiden. Bereits im Vorschulalter und besonders in der Grundschule macht sich dies häufig bemerkbar.

Durch das gefühlte „Chaos im Kopf“ können die Kinder dem Lernprozess nur schwer folgen und den Unterrichtsstoff kaum verarbeiten, so die 46-jährige Heilpraktikerin, die seit 20 Jahren im Vertrieb von Medizintechnik im Bereich Herzchirurgie tätig ist.

„Um den Kindern zu helfen, werden in der Regel Medikamente verschrieben, die unterstützend die nötige Konzentration aufbauen und für die Zeit der Wirkungsspanne aufrecht erhalten. Dies kann zunächst ein Segen sein, aber langfristig sollte es das Ziel sein, sich selbst regulieren zu können“, so Kramer-Lindner. Anders sei es bei Neurofeedback. Hier sollen die Kinder lernen, ihre Gehirnwellen zu beeinflussen und die Gedanken zu steuern. Bei dem Verfahren werden Hirnströme durch ein EEG gemessen und dem Patienten am Bildschirm sichtbar gemacht. Zum Beispiel in Form eines Fisches, eines Flugzeuges oder eines Vogels. Die Figur visualisiert den „Erregungszustand“, der mit Aufmerksamkeit und Konzentration verbunden ist. Alle acht Sekunden muss der Patient auf ein Signal reagieren und einen bestimmten Erregungszustand herbeiführen. Somit wird die Regulation sichtbar und lässt sich „nachhaltig“ trainieren.

„Die Kinder lernen dadurch ihr Gehirn zu beeinflussen. Das kann dauerhaft und nachweislich positive Veränderungen herbeiführen“, so Kramer-Lindner, die mit ihrere Familie an der Dr.-Klingenberg-Straße lebt und sich dort eine Praxis eingerichtet hat. Wer Interesse an der neuen Methode hat, kann sich bei der Heilpraktikerin für Psychotherapie unter Tel. 04431/7209620 melden. Weitere Infos unter:

www.kramer-lindner.de

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