Schäden auf dem Pestruper Gräberfeld

Trockenheit bringt Heide großflächig in Gefahr

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Bei der Arbeit: Schafscherer Holger Petzold und Schäfermeisterin Susanne Löwe.

Wildeshausen – Es steht schlimm um die rund 39 Hektar große Fläche des Naturschutzgebietes Pestruper Gräberfeld mit seinen ausgedehnten Heidearealen. Nach Angaben von Heiner Brüning, zuständiger Revierförster der Niedersächsischen Landesforsten, gab es im vergangenen Sommer durch die lange Trockenheit etwa 30 Prozent verdorrte Pflanzen. „Deshalb wird die Heide in diesem Jahr nicht so schön blühen“, sagt er und fügt hinzu: „Wir brauchen sehr dringend Regen. Wenn wir noch einen solchen Sommer bekommen, dann wird uns die Heide großflächig vertrocknen.“

Brüning spricht von 50 Prozent der Fläche, weil schon jetzt der Grundwasserstand extrem niedrig sei. Das, so der Förster, liege an der trockenen Witterung und daran, dass unter anderen die Landwirtschaft große Mengen an Wasser aus dem Boden entnähme, um die Felder zu bewässern.

Mit der am Sonntag zu Ende gegangenen Frühjahrsbeweidung mit rund 100 Moorschnucken, anderen Schafrassen sowie ein paar Ziegen ist Brüning sehr zufrieden. Er freut sich, dass er mit Schäfermeisterin Susanne Löwe aus Wagenfeld und ihrem Partner Ole Wohlann ein gutes Team gefunden hat, das in den vergangenen Wochen auf der Heide unterwegs war und auch im Herbst wieder vor Ort sein soll. „Nachdem im vergangenen Jahr die Herbstbeweidung wegen der Trockenheit ganz ausfallen musste, haben wir jetzt mit einer etwas kleineren Herde begonnen“, erzählt Brüning im Rahmen des traditionellen Schafschurtages. Schäferin Löwe hatte dann aber noch 40 Tiere von Michael Seel aus der Dümmerregion dazugeholt. „Die Tiere hatten genug zu futtern“, so Löwe. „Auch die 30 Lämmer haben sich gut entwickelt.“

Schafschur am Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen

Schafschur am Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen

Vor vielen Besuchern sorgte Schafscherer Holger Petzold vor dem Koben des Heimatvereins dafür, dass die Tiere ihrer dicken Winterwolle entledigt wurden. Am Ende kam ein Sack mit 150 Kilo Schafwolle zusammen, der an einen anderen Schäfer weitergegeben wird.

100 Schafe am Pestruper Gräberfeld geschoren

Schafschur am Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen
 © Dierk Rohdenburg
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Schafschur am Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen
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Der Scherer wurde unter anderem von den Familien Ulischewski und Rohner aus Wildeshausen beobachtet. Toyah (5), Vin (5), Sven (3) und Tom (3) hatten so etwas noch nie gesehen. Sie waren mit ihren Eltern mit Rad und Bollerwagen zum Gräberfeld gekommen. Dort gab es auch Informationen des Forstamtes sowie  Wildbratwurst aus Ahlhorn. Viele nutzten die Gelegenheit, einen Ausflug zu den Kleinenkneter Steinen zu machen. 

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