Absuche von Feldern mit Wärmebildkamera

Hegering Wildeshausen will Rehkitze in der Erntezeit mit Drohnen retten

Gerettet: Das Rehkitz wird in einem Korb von einem Feld getragen.
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Gerettet: Das Rehkitz wird in einem Korb von einem Feld getragen.

Die Wildeshauser Jäger haben schon in der Erntezeit mit Drohnen nach Rehkitzen in Feldern gesucht. Jetzt sollen ein eigenes Gerät angeschafft und Mitglieder geschult werden.

Damit bei Mäharbeiten weniger Rehkitze zu Schaden kommen, schafft der Hegering Wildeshausen eine eigene Drohne an und trainiert seine Mitglieder, sodass sie das Flugobjekt pilotieren können. Jedes Frühjahr werden Kitze verletzt oder getötet, da sie von den Ricken in Wiesen und Futteranbauflächen abgelegt werden und sich beim Geräusch des anrückenden Mähwerks instinktiv ducken, heißt es in einer Pressemitteilung des Hegerings. Damit fallen die Jungtiere den Mäharbeiten zum Opfer, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.

Frühmorgens Absuche mit der Wärmebildkamera

Bislang wurde im Gebiet des Hegerings Wildeshausen auf externe Anbieter zurückgegriffen, um frühmorgens vor dem Mähen mit einer Drohne die Flächen nach Kitzen abzusuchen. Ab dem kommenden Jahr möchte der Hegering eine eigene Drohne einsetzen. Ansprechpartner ist Daniel Würdemann. Ein mehrköpfiges Team hat sich bereits gefunden, und größtenteils wurde auch schon die erforderliche Pilotenlizenz erworben. Es ist geplant, dass alle zukünftigen Piloten ein organisiertes Flugtraining absolvieren und bis zum nächsten Jahr ausreichend Flugerfahrung sammeln. Und im kommenden Frühjahr rücken die Jäger bei Flächen, die gemäht werden sollen, aus. „Dann heißt es, morgens um 4 Uhr mit der Drohne entsprechende Flächen abzufliegen“, schreibt Lars Kosten vom Hegering Wildeshausen in der Mitteilung.

Die Erfahrungen aus den bisherigen Einsätzen hätten gezeigt, dass andere Maßnahmen wie aufgehängte Tüten oder eine Absuche mit Hunden zwar auch Erfolg haben, die Erfolgsquote einer Drohne mit Wärmekamera jedoch deutlich höher ist. Es seien mittlerweile mehrere Fälle bekannt, wo Kitze wenige Meter neben einer Tüte von der Ricke abgelegt wurden.

Andere Maßnahmen nicht so erfolgreich

Für die Vermeidung des „Ausmähens“ von Kitzen ist rechtlich zwar der Flächennutzer verantwortlich, das Ergebnis liege jedoch im Interesse der Landwirtschaft und der Jägerschaft, sodass hier gerne kooperiert werde, heißt es in der Mitteilung des Hegerings weiter. Dementsprechend sei bereits finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts seitens der Landwirtschaft zugesagt worden.

Bei der Auswahl der Drohne kann der Hegering auf die Erfahrungen der umliegenden Jagdverbände zurückgreifen und wurde zudem fachmännisch von einer Firma aus Oldenburg beraten. Wer Fragen hat oder die Umsetzung des Projektes durch eine Spende unterstützen möchte, kann sich an Würdemann unter Telefon 0176/21188816 oder Kosten unter 0173/4540735 wenden.

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