Garage steht unter Wasser

Hausbesitzerin in Wildeshausen weiß nicht weiter: Wenn nichts gegen Starkregen hilft

Bei Starkregen läuft sehr viel Wasser von der Straße über die abschüssige Auffahrt auf das Grundstück von Claudia Eckert.
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Bei Starkregen läuft sehr viel Wasser von der Straße über die abschüssige Auffahrt auf das Grundstück von Claudia Eckert.

Bei Starkregen stehen die Garage und die Terrasse von Claudia Eckert an der Jan-Huntemann-Straße in Wildeshausen unter Wasser. Die Hausbesitzerin weiß nicht mehr weiter.

Das Wasser läuft von der Straße die abschüssige Auffahrt hinunter und ist einfach nicht zu bewältigen. „Bei Starkregen schießt das Wasser wie ein Fluss auf das Grundstück“, sagte Claudia Eckert. Drei Schächte und drei verhältnismäßig breite Doppelroste hat sie inzwischen bei ihrem Haus an der Jan-Huntemann-Straße in Wildeshausen einbauen lassen.

Außerdem wurde das Pflaster der Garage aufgenommen und so viel Kies eingebracht, dass die Steine nun gut fünf Zentimeter höher liegen. Rund 10 000 Euro nahm die Wildeshauserin in die Hand, um ihr Haus und Grundstück gegen den Starkregen zu sichern, nachdem es 2020 besonders schlimm gewesen war (wir berichteten).

Eigentümerin investiert

Von der Stadt fühlt sich Eckert ein Stück weit alleingelassen. Die Kommune hat zwar unter anderem an der Auffahrt einen Doppelrost installiert und eine Bodenwelle eingebaut, die die von der Jan-Huntemann-Straße kommende Wassermenge verringern soll, aber wirklich geholfen hat das nicht.

Die Eckerts zogen 1995 in das neu gebaute Haus, das vom Lehmkuhlenweg aus erschlossen wurde. Die Jan-Huntemann-Straße habe es damals noch gar nicht gegeben. Nun liegt das Grundstück unterhalb der Nachbarflächen und der Straße, sodass diese zum Teil zu Eckert hin entwässern. Normalerweise ist das auch kein Problem, aber bei Starkregen wie zuletzt am Mittwochnachmittag ist Land unter auf dem Grundstück.

Hoffnung auf weitere Maßnahmen

Laut Eckert hat die Stadt erklärt, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen. Sprecher Hans Ufferfilge betonte auf Nachfrage, dass die Stadt „viele Jahre schon alles Erdenkliche getan hat“. Aktuell könne man an dieser Stelle einfach nicht mehr machen. Dennoch sei die Stadt gesprächsbereit. Eckert hat Kontakt mit dem zuständigen Mitarbeiter aufgenommen und setzt darauf, dass es bald eine Begehung mit ihr und den Nachbarn gibt.

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Dass es gerade jetzt zu Problemen mit Starkregen kommt, war zuerst so nicht abzusehen gewesen. Erst 2013, als das Haus schon fast 20 Jahre stand, habe es zum ersten Mal Schwierigkeiten gegeben, wenn schlagartig viel Regen fiel, berichtete Eckert. Seitdem habe sie nahezu jeden Sommer damit zu kämpfen und wisse inzwischen nicht mehr weiter. Erst recht nicht, nachdem sie seit vergangenem Sommer selbst viel in den Starkregenschutz investiert hat.

Die Wildeshauserin hofft, dass die Stadt nach der Begehung vielleicht doch noch Maßnahmen ergreift, um ihr Haus vor dem Wasser zu schützen, das ja immerhin von einer öffentlichen Straße auf ihr Grundstück fließt. Womöglich wird es in Zukunft auch eher noch schlimmer als besser. „Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist eine zunehmende Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen wahrscheinlich. Durch die Erwärmung der Atmosphäre erhöhen sich dort Energiegehalt und Luftfeuchte, woraus ein erhöhtes Potenzial für Extremwetterereignisse resultiert. So ist davon auszugehen, dass sich die klimatischen Trends der vergangenen Jahre – wozu auch die Zunahme von Starkregenereignissen zählt – zukünftig fortsetzen werden“, heißt es etwa im „Leitfaden zur Starkregenvorsorge“ der Metropolregion Nordwest, der 2016 herausgegeben wurde.

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