1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

Haus Kleine Straße 14 in Wildeshausen an Investor verkauft

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Das Haus Kleine Straße 14: Timo Poppe hat das Gebäude erworben und plant eine Sanierung. Ihm gehört auch das benachbarte Ensemble.
Das Haus Kleine Straße 14: Timo Poppe hat das Gebäude erworben und plant eine Sanierung. Ihm gehört auch das benachbarte Ensemble. © dr

Beim Projekt von Investor Timo Poppe an der Kleinen Straße in Wildeshausen geht es voran. Nun hat er eine weitere Immobilie erworben, die umgenutzt werden soll.

Wildeshausen – Die Tinte unter dem Notariatsvertrag ist trocken. Am Montag hat der Wildeshauser Investor Timo Poppe das seit vielen Jahren leer stehende Haus Kleine Straße 14 in Wildeshausen von der Stadt erworben. Allerdings musste er auf den ursprünglich veranschlagten Preis von 110.000 Euro noch einmal 20.000 Euro drauflegen, weil ein externer Gutachter diesen Wert ermittelt hatte. Poppe hatte der Erhöhung zugestimmt, weil er der Stadt schon vorher sein Wort gegeben hatte, die neue Summe zu zahlen.

Ob das Haus diesen Preis wirklich wert ist, weiß er nicht genau, weil er noch keine Möglichkeit für eine eingehende Besichtigung hatte. Es ist nicht klar, ob die Bausubstanz auf dem 360 Quadratmeter großen Grundstück solide ist, ob Wände eingerissen oder die Stromversorgung komplett neu gemacht werden muss.

Kauf wichtig, weil das dreiteilige Gebäude daneben auch erworben wurde

Das Haus Nummer 14 ist für Poppe wichtig, weil er vor wenigen Monaten das nebenanliegende dreiteilige Gebäude mit der Nummer 12 erworben hatte. Hier plant der Wildeshauser ein Wohnhaus, in dem nach Möglichkeit eine Arztpraxis im Erdgeschoss untergebracht werden soll.

Genaue Planungen gibt es noch nicht, weil das auch von der Baugenehmigung abhängt. „Ich habe den Antrag für die Nummer 12 gestellt“, so Poppe. Allerdings wisse er nicht, wie lange die Bearbeitung dauere. Aus diesem Grund habe er mit dem Wirt der „Kleinen Kneipe“ im Erdgeschoss des Gebäudeteils an der Heiligenstraße, Relf Beerding, vereinbart, dass das Lokal noch bis einschließlich Pfingsten weiterbetrieben werden könne.

Bleibt noch eine Weile geöffnet: Die „Kleine Kneipe“ an der Heiligenstraße.
Bleibt noch eine Weile geöffnet: Die „Kleine Kneipe“ an der Heiligenstraße. © dr

Wie berichtet, soll der Bereich mit der Kneipe abgerissen werden, weil er vom Zustand und den Raumhöhen nicht mit modernen Anforderungen vereinbar ist. Den Rest des Hauses möchte Poppe erhalten und sanieren. Sein Plan ist es, die Fassade so zu rekonstruieren, dass sie dem historischen Bild der mehr als 100 Jahre alten Häuserzeile ähnlich sieht.

Ein Abriss des Gebäudes Kleine Straße 14 ist nicht vorgesehen. Das ist auch Teil des Vertrages mit der Stadt. Aus diesem Grund ist auch keine Baugenehmigung durch den Landkreis erforderlich.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Oldenburg: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Was in dem Haus realisiert werden kann, möchte Poppe erst nach der Begehung mit der Architektin klären. Vor wenigen Wochen hieß es, dass an der Stelle auch ein kleines Café im Erdgeschoss denkbar sei.

Während der Abriss des einen Gebäudeteils vielleicht schon in den nächsten Monaten erfolgen kann, ist es denkbar, dass der Baustart sowie die Sanierung erst im nächsten Jahr anstehen. Das hängt nach Angaben von Poppe auch von der Verfügbarkeit von Baufirmen sowie -materialien ab. Die sind zurzeit nicht so einfach zu bekommen. „Es ist aber alles auf einem guten Weg“, sagt der Investor, der hofft, dass das auch für die Pläne der Stadt gilt. Die habe im Gegenzug zum Kauf des Hauses Nummer 14 versprochen, den Stellmacherplatz deutlich aufzuwerten. Die recht trostlose Fläche soll belebter werden. Ein Spielplatz könnte dafür sorgen.

Auch interessant

Kommentare