Hauptschüler übergeben Kunstwerk an Schulleitung/Friedvolles Miteinander

Wo „the whole World“ zu Hause ist

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Sie sind stolz auf ihre Arbeit: Florian Humbert, Sarah Rökker, Khang Dang, Wiebke Stenzel und Maxim Hergert (v.l.).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Weltkugel mit Flügeln hängt an einer dicken Kette – hoch an einer alten Eiche auf dem Innenhof der Wildeshauser Hauptschule. Und sie hat einen Namen: „We are the whole World“. Die Großplastik ist eine Arbeit der Schülerfirma-Abteilung „Kunstwerk“, die sie jetzt für symbolische 200 Euro an die Schule verkauft hat.

Gestern wurde die Arbeit offiziell an Schulleiterin Dorit Hielscher übergeben. Hergestellt haben die „fliegende Weltkugel“ die Schüler Wiebke Stenzel, Sarah Rökker, Maxim Hergert, Khang Dang und Florian Humbert aus dem zehnten Jahrgang – sozusagen als Abschiedsarbeit, denn sie werden am Freitag entlassen. Betreuende Lehrerin des Projektes, das sich übers ganze Schuljahr hinzog, war Andrea Theis.

Im Gespräch mit den Schülern wurde sehr schnell klar, warum sich die Gruppe für eine Weltkugel mit diesem Namen entschieden hatte. „An unserer Schule gibt es sehr viele Nationen, es sind somit zahlreiche Länder und auch einige Asylbewerber vertreten“, erklärte Wiebke. „Mit der Weltkugel wollten wir ein Zeichen setzen, dass es ein friedvolles Miteinander aller Kulturen und Nationen geben kann.“

Darauf werde an der Schule viel Wert gelegt. „Natürlich gibt es hin und wieder mal ein paar Reibereien, aber im Großen und Ganzen verstehen sich alle Schüler gut“, waren sich Wiebke und Sarah einig.

Die Idee mit der Weltkugel sei in der Firma aufgekommen. „Unser Auftrag lautete, etwas zur Verschönerung der Schule beizutragen. Sehr schnell war dann unser Projekt geboren“, erzählte Wiebke. „Die Schüler haben den gesamten Herstellungsprozess des Kunstwerkes gemeinsam bestritten“, erklärte Theis.

Kern der etwa 2,8 Meter breiten Arbeit ist ein Holzgestell. „Das haben wir dann mit Draht bespannt, der mit Stoff beklebt wurde. Dieser wurde jedoch zuvor mit Acryl wasserfest gemacht“, erzählen die Schülerinnen. Im Anschluss sei der Stoff bemalt und nochmals mit einem wasserfesten Lack überzogen worden.

„Ohne unseren Hausmeister Thomas Hinrichsen hätten wir jedoch ziemlich alt ausgesehen. Er hat uns nämlich geholfen die Weltkugel aufzuhängen“, betonte Wiebke. Sie hoffe, dass das Kunstwerk dort auch möglichst lange bleibt.

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