In Harpstedt soll eine neue Anlagen entstehen/Erweiterung in Wildeshausen

Landkreis übernimmt Sammelstellen für Grünabfall

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Der Landkreis plant, die Annahmestellen für Grünabfälle von den Kommunen zu übernehmen.

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Der Landkreis Oldenburg übernimmt die Annahmestellen von Grünabfällen in den Gemeinden. Dafür haben sich die Mitglieder des Umweltausschusses einstimmig ausgesprochen. Ausgenommen sind die Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee. Beim Wildeshauser Wertstoffhof ist eine Erweiterung geplant. In Harpstedt, Hude und Wardenburg sollen neue Anlagen entstehen.

Rund 650000 Euro muss der Landkreis in die bestehenden oder noch gar nicht vorhandenen Annahmestellen investieren, berichtete Uwe Dölemeyer vom Amt für Abfallwirtschaft und Gewässerschutz bei der Ausschusssitzung am Dienstag. Die Leistungen Annahme, Transport und Verwertung des Grünabfalls sollen allerdings an ein Unternehmen vergeben und deshalb ausgeschrieben werden.

Ab 2017 will der Landkreis die Anlagen von den Gemeinden übernehmen, die eine solche Lösung einhellig „begrüßen und unterstützen“, so Dölemeyer. Damit sollen bei den Annahmestellen künftig auch einheitliche Gebühren und Öffnungszeiten gelten. Einzig die Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee seien davon ausgenommen, weil diese bereits mit den Dienstleistern Heinemann in Neerstedt beziehungsweise K-Nord in Ganderkesee zusammenarbeiten.

Hintergrund der Umstrukturierung sind veränderte Rahmenbedingungen. Die Annahmeplätze für Grünabfälle sind in den 1990er-Jahren von einigen Gemeinden in Abstimmung mit dem Landkreis eingerichtet worden. Durch das Verbot, Grünabfall zu verbrennen, würden inzwischen deutlich mehr Äste, Laub und Rasenschnitt zu den Anlagen gebracht. Zudem seien unter anderem die Anforderung an die Ausgestaltung der Annahmestellen sowie die Qualität der Verwertung gestiegen.

Die kommenden knapp anderthalb Jahre sollen genutzt werden, um die bestehenden Anlagen auf Vordermann zu bringen. Einige seien ganz schön „unter die Räder gekommen“, sagte Dölemeyer mit Verweis auf die zum Teil unbefestigten Gelände. Der Wertstoffhof im Wildeshauser Ortsteil Bargloy soll in diesem Zusammenhang erweitert werden. In anderen Kommunen, darunter Harpstedt, wird eine komplett neue Anlage gebaut. „Die Gemeinden schlagen Flächen vor und stellen diese zur Verfügung“, erklärte Dölemeyer. Im Falle der Samtgemeinde ist ein freies Areal am Leuchtenburger Weg in der engeren Auswahl. Bisher gibt es nur in Kirchseelte eine kleine Sammelstelle. „Deshalb wird der Grünabfall aus der Samtgemeinde bislang tonnenweise in den Nachbarlandkreis gebracht“, wusste der Dünsener Abgeordnete Heinz-Jürgen Greszik (SPD) zu berichten und meinte damit die Annahmestelle in Bassum (Landkreis Diepholz).

Günter Westermann (CDU) sprach davon, dass auch „vermehrt eine Entsorgung in der freien Fläche zu beobachten“ sei. Das bestätigte auch seine Parteikollegin Christa Plate: „Ich könnte explodieren, wenn ich das manchmal sehe“, schimpfte die Ausschussvorsitzende.

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