Von Scheiben und Fliegen 

Harmonie im Wildeshauser Finanzausschuss endet beim Schultausch

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Im Stadthaus ging es am Donnerstagabend um den Wildeshauser Haushalt für 2019.

Wildeshausen - Gegen die zwei Stimmen der CDW und Rainer Kolloge (UWG) hat der Finanzausschuss der Stadt Wildeshausen am Donnerstagabend den Haushaltsplan für 2019 mit einigen Änderungen empfohlen. Zur endgültigen Entscheidung wird dieser noch dem Rat vorgelegt.

Die drei Gegenstimmen resultierten vor allem daraus, dass der Antrag von Jens-Peter Hennken (CDW) gescheitert war, mehr Geld für einen Schultausch einzustellen. Bei diesem geht es um einen Umzug der katholischen St.-Peter-Schule in das Gebäude der Hunteschule an der Heemstraße. Letztere soll am ursprünglichen Standort der Grundschule untergebracht werden, nach und nach auslaufen und so Platz für die ebenfalls dort beheimatete Holbeinschule schaffen. Diese hat zu wenig Räume. In der Debatte ist aktuell der Landkreis Oldenburg am Zug, der sich im Dezember abschließend positionieren wird.

Insgesamt verlief die knapp dreistündige öffentliche Sitzung im Stadthaus recht harmonisch, bis Hennken seinen Antrag stellte. Er rechnete vor, dass die Stadt bei einem eventuellen Schultausch in den kommenden drei Jahren insgesamt 4,53 Millionen Euro und damit 1,67 Millionen mehr als geplant ausgeben müsse. Unter anderem 250.000 Euro für die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die viel befahrene Heemstraße und 795.000 Euro für die Umsetzung des St.-Peter-Schulkonzepts am neuen Standort.

„Wie die Fliegen gegen die Scheibe“

„Wie die Fliegen gegen die Scheibe“, kommentierte Manfred Rebensburg (Grüne) den Antrag. Er gilt als klarer Befürworter des Tauschs, während die CDW dagegen kämpft. Diese wollte mit ihrem Antrag offenbar auch deutlich machen, dass der Schultausch ihrer Meinung nach aus finanzieller Sicht ein Fehler wäre. Sollte dieser nicht umgesetzt werden, stünden der Stadt 3,64 Millionen Euro mehr zu Verfügung, heißt es in dem Papier. Kolloge stellte sich auf die Seite der CDW. Rebensburgs Scheiben-Spruch konterte er: „Ich weiß ja, dass die Grünen durchsichtig sind.“

Hennkens Rechenspiele kamen bei Hans Ufferfilge von der Stadtverwaltung alles andere als gut an. „Wir haben keine Kosten verschwiegen“, betonte der ehemalige Fachbereichsleiter für Bildung. Einzig ein 15.000 bis 20.000 Euro teures Verkehrskonzept wäre eventuell noch hinzuzufügen.

Letztendlich fand sich keine Mehrheit für den CDW-Vorschlag. SPD, Grüne und CDU kamen zusammen auf fünf Stimmen, eine mehr als CDW und UWG. Wir berichten in der kommenden Ausgabe noch ausführlich über den Haushalt.

bor

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