Vor dem Schulumzug: Kreuzung soll mit Bedarfsampel ausgestattet werden

Handlungsbedarf an der Heemstraße

Kreuzungsbereich Bahnhofstraße: Hier soll eine Bedarfsampel installiert werden, um eine Querung der Fahrbahn zu ermöglichen. 	Foto: Prigge
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Kreuzungsbereich Bahnhofstraße: Hier soll eine Bedarfsampel installiert werden, um eine Querung der Fahrbahn zu ermöglichen. Foto: Prigge

Wildeshausen – Ab dem kommenden Schuljahr sollen die Jungen und Mädchen der St.-Peter-Schule in Wildeshausen die umgebaute Immobilie der Hunteschule an der Heemstraße nutzen. Mehr als 200 Kinder und Lehrer kommen dann täglich zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder per Elterntaxi zu der Schule, was den ohnehin bereits stark befahrenen Bereich Heemstraße/Bahnhofstraße weiter belasten dürfte.

Im Rahmen eines Ortstermins haben Vertreter der Wildeshauser Stadtverwaltung sowie der Wildeshauser Polizei den Bereich überprüft und Fragen erörtert, die von der CDW-Fraktion im Stadtrat zur Verkehrssicherheit aufgeworfen wurden.

Experten: Bedarfsampel reicht aus

Wichtigster Punkt der von CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken angeregten Maßnahmen ist die Installation einer Vollsignalanlage im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße/Heemstraße. Die Notwendigkeit wurde jedoch laut Protokoll der Begehung am 13. Januar in der Mittagszeit nicht gesehen. Diese hätte weitreichendere negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss als die in dem Bereich geplante viermastige Bedarfsampel, stellten Sebastian Nitsch, Frank Gravel und Isabell Hillmann (Polizei), Ralf Wübbeler, Manfred Meyer sowie Heike Eylers (Stadtverwaltung) übereinstimmend fest. „Bei Freigabe des Kraftfahrzeug-Verkehrs auf der Heemstraße ist bei einer Regelschaltung der Ampel auch die Querung der Einmündung Bahnhofstraße für Fußgänger und Radfahrer freigegeben“, hielten sie fest. „Die Konflikte zwischen auf die Bahnhofstraße einbiegendem Verkehr und die Einmündung querenden Fußgängern oder Radfahrern ließe sich durch eine Vollsignalisierung nicht verhindern.“

Ebenso wenig sinnvoll fanden die Experten die Idee, in Höhe der Sporthalle Hunteschule einen Zebrastreifen zum gefahrlosen Überqueren der Heemstraße anzulegen. Die richtige Nutzung eines Fußgängerüberweges sei eine komplexe Aufgabe, die insbesondere Grundschulkindern nicht zuzumuten sei, heißt es im Protokoll.

Geschwindigkeitsdisplays können helfen

Es wurden jedoch auch Vorschläge der CDW positiv bewertet. So hatte Hennken die Installation von Geschwindigkeitsanzeigetafeln angeregt, da offenbar viele Autofahrer auf der Heemstraße deutlich zu schnell unterwegs sind. Die Vertreter der Polizeiinspektion merkten jedoch an, dass eine positive Wirkung von Displays nur bei einer temporären Installation erzielt werden kann, da sich der positive Effekt auf die Verkehrsteilnehmer abnutzte. „Von einer dauerhaften Installation wird deshalb abgeraten“, heißt es somit von den Experten. Die Stadtverwaltung schlägt nun für die Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie am Donnerstag, 18. Februar, ab 18.15 Uhr im Rathaussaal vor, ein Display anzuschaffen, das wechselseitig und temporär vor der Schule installiert wird.

Stadt: Fußwegbreite reicht aus

Ein von der CDW thematisiertes Problem dürfte mittlerweile nicht mehr so drängend sein. Es geht um die Missachtung des absoluten Halteverbots auf der Heemstraße vor der Hunteschule durch Bus- und Taxiunternehmen. Nach Angaben von Eylers hatte der Landkreis Oldenburg bereits aufgrund der Berichterstattung in der Presse mit den Busunternehmen Kontakt aufgenommen. Taxen dürften in Zukunft – anders als bei der derzeitigen Förderschule – bei der Grundschule kaum noch vorfahren.

Beengte Verhältnisse: Wenn Wertstofftonnen auf dem Fußweg stehen, fehlt es an Platz. Foto: Hennken

Die Kritik der CDW-Fraktion, dass die Geh- und Fahrradwege an der Heemstraße zum Teil sehr eng sind, Laternenmasten im Weg stehen und bei der Müllabfuhr noch weniger Platz vorhanden ist, fällt bei den Experten nicht auf fruchtbaren Boden. Die Wege zwischen Bahnhofstraße und Landmaschinen Schröder seien als Gehwege beschildert, die zur Nutzung für den Radverkehr freigegeben seien. „Infolge der Beschilderung dürfen Radfahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren“, heißt es in der Stellungnahme. „Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen. Bei Bedarf ist anzuhalten. Unter Berücksichtigung dieser Zweckbestimmung und der Nutzungsregeln wird die Gehwegbreite auch im Bereich von Engstellen für vertretbar gehalten.“ Auch die temporären Einschränkungen durch abgestellte Abfallbehälter sei unter Berücksichtigung der zulässigen Nutzung hinzunehmen und stelle bei Beachtung der Verkehrsregeln keine Gefährdung dar.

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