Chance oder Bürde

Was halten Wildeshauser von Casting-Formaten?

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Antje Heising

Wildeshausen - Von Alina Pleuß. Ist es eine Chance oder eine zu hohe Bürde? Die beiden Wildeshauser Schüler Klaas Müller und Marcel Mirsa sind bei der Castingshow „The Voice Kids“ in den Blind Auditions weiter. Mehr als zwei Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntag die TV-Ausstrahlung auf Sat1. Doch was halten die Bürger der Wittekindstadt von Formaten wie diesem?

„Ich finde das Konzept von ,The Voice Kids‘ eigentlich ganz cool. Für die Kinder ist das bestimmt eine schöne Sache. Nur Sendungen wie ,Deutschland sucht den Superstar gehen gar nicht‘, sagt Antje Heising aus Groß Ippener. Bettina Görke aus Wildeshausen schließt sich dieser Meinung an und erklärt: „Die Teilnehmer von ,DSDS‘ werden teilweise mit Absicht vorgeführt und bloßgestellt. Das ist bei ,The Voice Kids‘ zum Beispiel anders. Die Kinder werden psychologisch darauf vorbereitet, was passiert, wenn keiner der Juroren den Buzzer drückt.“ Außerdem werde dort der Fokus auf die Stimme und das Talent gelegt. „Und nicht auf Schicksale der Teilnehmer, die dann für die Quote ausgenutzt werden.“

In Bezug auf Klaas und Marcel macht sich Görke jedoch Sorgen: „Ich weiß nicht, ob es so richtig ist, den Erfolg der beiden jetzt so zu hypen. Sollte es dann irgendwann aus sein, ist der Fall für die Jungs umso tiefer.“ Dennoch habe sie sich sehr gefreut, dass gleich beide Wildeshauser weitergekommen sind. „Ich werde die Show jetzt weiter verfolgen“, sagt Görke.

Edith und Reinhard Wuckel aus Wildeshausen schauen selten Fernsehen und haben wenig Interesse an solchen TV-Formaten.

Edith und Reinhard Wuckel aus Wildeshausen lehnen TV-Shows wie diese ab. „Einfach aus Desinteresse“, erklärt Edith Wuckel. Das Ehepaar gucke selten Fernsehen und hat das Konzept solcher Sendungen bislang nicht verfolgt. „Jetzt, wo wir wissen, dass zwei Jungs aus Wildeshausen dabei sind, könnte man sich das allerdings mal anschauen“, ergänzt sie.

Elke Oelkers aus Wildeshausen ist geteilter Meinung, was die Teilnahme an Kinder-Castingshows angeht. - Fotos: Pleuß

Geteilter Meinung ist da Elke Oelkers aus der Gildestadt. Auf der einen Seite denkt sie, sei der öffentliche Druck gerade für Kinder bei TV-Formaten wie diesem nicht gut. „Andererseits ist es eine tolle Sache, solange die Mädchen und Jungen Spaß daran haben.“ Trotzdem hätte sie ihren Kindern die Teilnahme wohl verboten.

Günter Endlich-Badur

Eine Chance sieht Günter Endlich-Badur aus Wildeshausen in der Show. „Ich kann da nichts Negatives sehen. Es ist eine Möglichkeit für junge Menschen, die gerne singen, ihre Begabung zu zeigen und bekannter zu werden“, so der Wildeshauser. „Ich gucke eigentlich höchst selten Sendungen wie ,The Voice Kids‘ oder ,Das Supertalent‘, aber manchmal sind wirklich sehr begabte Sänger dabei“, so Endlich-Badur. Solange die teilnehmenden Kinder freiwillig mitmachen und ihren Spaß daran haben, sei das eine tolle Idee. Diese Meinung hat auch Julia Borchers aus Wildeshausen: „Sie dürfen nur die Schule nebenbei nicht vergessen.“

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