Möglicherweise neues Gebäude bis zum Gildefest

Aufräumen am Bahnhof

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Auch das ausgebrannte Auto wandert nun in die Schrottpresse eines Wildeshauser Betriebes.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Vor zwei Monaten ging die Lagerhalle am Wildeshauser Bahnhof in Flammen auf. Seit gestern wird mit schwerem Gerät der Schutt weggeräumt, und vielleicht steht bis zum Gildefest schon eine neue Halle. Doch bislang weiß Besitzer Frank Stöver offiziell noch nicht einmal, wer die Halle in Brand gesetzt hat.

Nach Polizeiangaben hat ein Jugendlicher aus Wildeshausen gestanden, das Feuer ungewollt gelegt zu haben. „Mir hat noch niemand etwas gesagt“, so Stöver, der einerseits gerne mit dem Jungen und den Eltern reden würde und dessen Versicherung anderseits auch Ansprüche geltend machen wird. „Bisher haben wir nur ein Aktenzeichen bekommen“, erklärt der Besitzer.

Lagerhalle am Bahnhof brennt komplett ab

Der Schaden allein für Stöver liegt bei weit über 600.000 Euro – ist aber zu großen Teilen versichert. Wie viel die privaten Nutzer der Hallenflächen zurückbekommen, hängt von deren Versicherungen ab. Der Besitzer des Autos, das in Flammen aufging, hat sein Geld bereits erhalten.

Der Tag nach dem Feuer in Wildeshausen

Gestern rückte Baumaschinenführer Thomas Jenig von der Firma Scheele mit dem Bagger an. Wenn alles gut läuft, wird der Schutt bis zum Wochenende in Container gefüllt und abtransportiert. Die Arbeit auf dem Bahnhofsgelände kommt übrigens deshalb schnell voran, weil Andreas Scheele schon wenige Stunden nach dem Brand die verkohlten Teile auf der Suche nach Glutnestern so sortierte, dass die verschiedenen Materialien grob getrennt waren.

Erinnerungsstücke wurden Raub der Flammen

In der kommenden Woche werden die Bodenplatten mit dem Stemmhammer aufgebrochen und abtransportiert. „Die sind alle aufgeplatzt“, so Stöver. „Wir brauchen ein neues Fundament für die Halle.“

Von der Versicherung hängt es dann ab, wie schnell ein neues Gebäude errichtet wird. Stöver plant, wieder eine Halle in der Größe 90 mal 15 Meter zu bauen, in der nicht nur Lagerplätze zur Verfügung gestellt werden. „Es soll dort auch bis zu 70 Parkplätze geben“, sagt der Besitzer. „Aber nur, wenn ich Interessenten habe.“ Bei der alten Halle sei das nämlich nicht der Fall gewesen, obwohl er sehr dafür geworben habe.

Auf jeden Fall gibt es bereits jetzt Interessenten, die am Bahnhof wieder etwas lagern wollen. Wenn es gut läuft, kann die neue Halle bis zum Gildefest stehen, glaubt Stöver. „Ich würde sie dann wieder für eine Kompanie zur Verfügung stellen.“ Und wenn noch kein Dach da sei, könne man sicherlich mit einem Fallschirm für den nötigen Schutz gegen Regen sorgen.

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