Letzte Sitzung der Wahlperiode

Bau der Halle am Bahnhof lässt noch auf sich warten

Alice Gerken (2. von links) und Jens Kuraschinski (2. von rechts) ehrten langjährige Ratsmitglieder. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Eine wohl für alle Ratsmitglieder überraschende Mitteilung machte der Wildeshauser Ratsvorsitzende Hartmut Frerichs (SPD) am Donnerstagabend während der letzten Sitzung des „alten“ Rates. Er verkündete, dass er für die neue Wahlperiode nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung steht: „Dann habe ich die Möglichkeit, mich politisch wieder mehr zu engagieren, was als Vorsitzender nicht so möglich ist.“

Vor der eigentlichen Tagesordnung standen einige Ehrungen von Ratsmitgliedern auf dem Programm. Für 20 Jahre aktive Ratsarbeit wurden Evelyn Goosmann (SPD), Christa Plate sowie Wolfgang Sasse (CDU) nicht nur von der Stadt, sondern auch vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund geehrt. Diese Auszeichnungen nahm Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken vor.

Für zehnjährige Ratsarbeit wurden Hermann Hitz, Rainer Kolloge (UWG), Lars Kosten und Helmut Müller (FDP) sowie Stephan Rollié (CDU), Traute Sandkuhl (Grüne) und Woldemar Schilberg (SPD) durch die Stadt geehrt.

Aus dem Rat verabschiedet wurden Sven Debicki (UWG), Artur Gabriel, Christa Plate, Lars Christian Menke sowie Annemarie Grafe-Weibrecht (CDU), Lars Kosten, Helmut Müller, Thomas Harms (SPD) Traute Sandkuhl sowie Christoph Wach und Jan Wappler von den Grünen.

Etwas hin und her ging es, als das Thema „Bahnhof“ auf den Tisch kam. Hier sollten der Durchführungsvertrag und der Kaufvertrag angepasst sowie der Bebauungsplan geändert werden. Zweiteres, um die Halle bauen zu können. Ersteres, um die Parkflächen zu reduzieren. Diese Thematik wurde in die letzte Ratssitzung des Jahres (15. Dezember) verschoben. Grund dafür ist, dass die Stadt das Verkehrsgutachten abwarten will, das Ende November vorliegen soll.

Wolfgang Sasse (CDU) hätte gern die beiden Punkte getrennt, um den Bebauungsplan zu ändern: „Das ist wichtig, damit die Halle schnell aufgebaut werden kann. Mit den Diskussionen um die Parkplätze können wir uns noch Zeit lassen.“ Allerdings sprach er auch an, dass es ein Widerspruch sei, auf der einen Seite eventuell 250.000 Euro in den Haushalt einzustellen, um die Park-and-Ride-Anlage an der Ladestraße zu erweitern, auf der anderen Seite aber am Bahnhof Flächen zur Verfügung zu haben. Daher solle das Gutachten abgewartet werden.

Diese Meinung vertrat auch Evelyn Goosmann (SPD): „Die Halle sollte unbedingt schnell wieder aufgebaut werden, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht.“

Hermann Hitz (UWG) konnte sich damit nicht anfreunden: „Wir sollten beide Punkte verschieben und das Gutachten abwarten. Dann muss das Thema in die Fachausschüsse verwiesen werden.“

Michael Müller von der Stadtverwaltung machte deutlich, dass ein Trennen der Punkte auf keinen Fall möglich ist: „Juristisch muss erst der Durchführungsvertrag beschlossen und dann kann der Bebauungsplan geändert werden.“

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