„Hätte nicht besser laufen können“

Das erste „Wild Rock Open Air“ in Wildeshausen kommt gut an

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Umsonst und draußen: Die Band „Honeytruck“rockt mit Sängerin Angelika Stelter (Mitte) beim Wildeshauser Open-Air-Festival die Konzertmuschel auf der Burgwiese. Mehr als 200 Musikfreunde unterschiedlichen Alters feierten mit den Musikern bis in den Abend hinein.

Wildeshausen – Sonnabend, kurz vor 16 Uhr auf der Wildeshauser Burgwiese: Der Himmel ist bedeckt, doch es sieht nicht nach Regen aus. Die Außentemperatur ist nicht zu kalt, liegt etwa bei 17 Grad. Seit rund einer Stunde sind der Bierpavillon und die Bude mit vegetarischer Kost geöffnet.

Die Vorbereitungen des Orgateams um Jacqueline Asmussen, Jessica Bahrs, Julien Hagelmoser, Bernd Spille und Angelika Stelter für das erste „Wild Rock Open Air“ sind abgeschlossen. Stelter ist selbst Mitglied der Band „Honeytruck“, einer der sechs Combos, die am Sonnabend bis in den Abend hinein zu hören sein werden. Das Festival startet mit den „Black Sheep Burning“. Inzwischen haben sich etwa 200 Zuschauer auf der Wiese vor der Konzertmuschel eingefunden, der Eintritt ist kostenlos.

Hautnah dabei: Direkt an der Bühne lässt es sich am besten mitrocken (links). Auch das Grunge-Trio „ANA“ aus Bad Bentheim mit Bassist Wouter Sondeijker (rechts) heizte den Rockfreunden in der Kreisstadt ordentlich mit ein.

Die drei Jungs aus dem Oldenburger Land machen ehrliche Musik, eine Mischung aus Rock, Punkrock, Hardrock und Funk. Neben eigenen Songs besteht ihr Repertoire aus gecoverten Songs von „Papa Roach“, „Red Hot Chilli Peppers“ und „Good Charlotte“. Es werden immer mehr Zuschauer. Eltern bringen ihre Kinder mit. Denen gefällt die Musik offensichtlich, powern sie sich doch beim Tanzen direkt vor der Bühne aus. Dem Auftritt der „schwarzen Schafe“ folgen am frühen Abend noch die „Five Minorities“, einer Wildeshauser Punk- und Alternative-Rock-Band, „Honeytruck“, sowie die Grunger „ANA“. Den weiteren Abend gestalten dann „Jaded“ und „Renegade Alley“.

„Besser hätte es nicht laufen können“, berichten am Sonntag die beiden Mit-Organisatorinnen Angelika Stelter und Jacqueline Asmussen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir hatten die ganze Zeit gut zu tun, sind aber auch unsere 40 Kästen Bier losgeworden.“ Dass alles so rund lief, sei aber nicht allein der Verdienst der Veranstalter, ergänzt Asmussen: „Wir hatten ganz tolle Helfer, die mit angepackt haben, wo immer auch Not am Mann war.“ Und das waren nicht nur die 15 Personen, die im Vorfeld zugesagt hatten, sondern auch Freunde, die vorbeigekommen waren und das Team kurzerhand unterstützen. Auch das Wetter hat letztlich mitgespielt: „Beim Aufbauen hatten wir noch Nieselregen“, berichtet Stelter – doch dann riss der Himmel auf und die Sonne zeigte sich: „Es waren wohl so 16 bis 17 Grad – bestes Festivalwetter!“ Alles in allem prima Rahmenbedingungen also – und davon ließen sich auch die letztlich mehr als 200 Besucher anstecken und rockten mit den Bands bis in den Abend hinein.

„Das war ein ganz gemischtes Publikum“, beschreibt Stelter die Besucher. Neben jungen Rock- und Metal-Fans und Familien mit ihren Kindern – aber auch nicht wenige Festivalgäste in ihren (geschätzten) „50er-Jahren“ waren dabei. Doch damit war – altersmäßig – noch lange nicht Schluss, wirft Asmussen ein: „Es waren auch Leute ,80+‘ vor Ort. Die kamen erst am Nachmittag vorbeigeradelt und haben sich informiert, was denn hier los sei. Und abends kamen sie dann wieder und haben hier ihr Bierchen getrunken“, freut sie sich über diesen unerwarteten Zuspruch. Bis 22 Uhr rockten die Musiker auf der Burgwiese, dann war erst einmal Schluss. „Und keiner der Anwohner hat sich beschwert“, sagt Stelter.

Wer immer noch nicht genug hatte, konnte noch mit zur anschließenden Party – mit Freibier für die Sponsoren – ins Kayserhaus. Während des Festivals hatten die Veranstalter „Spendenarmbänder“ verkauft, um die Kosten decken zu können – und auch die seien gut angenommen worden, viele hätten sogar etwas mehr Geld gegeben. „Eine Schluss-Bilanz haben wir noch nicht gemacht“, so Stelter weiter, doch es sehe so aus, als wenn die Veranstalter ihre Kosten werden decken können. „Meine Erwartungen wurden übertroffen“, zieht Asmussen für sich ein Fazit, „das wurde alles so super angenommen“. Von vielen Leuten habe es sehr positive Rückmeldung gegeben, für eine Stadt dieser Größe sei das „Wild Rock“ eine tolle Veranstaltung gewesen. Ihr Dank gelte aber nicht nur allen Gästen und Sponsoren, sondern insbesondere der Stadt Wildeshausen – denn die habe das Festival stets unterstützt. „Das war eine superschöne Zusammenarbeit.“  hri/fra

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