Hunteschule könnte Raumnot lindern

SPD hält Baupläne für eine neue Grundschule für leichtfertig

Wildeshausen - Im Vorfeld der Schulausschusssitzung am Dienstag, 5. Dezember, im Wildeshauser Stadthaus warnt die SPD-Fraktion davor, sich leichtfertig auf einen teuren Grundschulneubau festzulegen. Die Sozialdemokraten haben zunächst eine mögliche Nutzung der Hunteschule im Blick.

In einer Pressemitteilung legte Ratsherr Walter Panschar die SPD-Positionen zur künftigen Struktur der Grundschulen in der Kreisstadt dar. „Obwohl noch im Sommer eine große Mehrheit der Ratsmitglieder gegen den Neubau einer Grundschule gestimmt hat, scheinen jetzt viele anderer Meinung zu sein“, bilanzierte er. „Wir meinen jedoch, dass zunächst noch die Entscheidung des Landkreises abgewartet werden soll, wie er sich die Zukunft der Förderschule am Standort der Hunteschule vorstellt. Die Entscheidung ist für Anfang des Jahres angekündigt.“

Nach Meinung der SPD besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Hunteschule der Stadt rückübereignet werden könnte. Dann könnten die Räumlichkeiten nach Einschätzung der Sozialdemokraten mit dazu beitragen, die aktuelle Raumnot an den Grundschulen zu beseitigen. „Man kann die Schüler nicht dauerhaft in Containern unterrichten. Die Finanzierung und die Umsetzung einer Bauplanung würde vermutlich Jahre kosten“, so Panschar. Es gehöre sich in diesem Zusammenhang, dass alle Schulgebäude mit in die Planungen einbezogen werden müssen – namentlich auch die St.-Peter-Schule.

„Hunteschule ein in der Substanz brauchbares Gebäude“

„Sollte es möglich sein, die Schule für die vertraglich festgelegten 500.000 Euro zu kaufen, könnte die Stadt innerhalb einer überschaubaren Zeit die Raumprobleme lösen und das zum Bruchteil der Beträge, die ein Schulneubau kosten würde“, betont Panschar. „Entgegen der von einigen vorgebrachten Gründe handelt es sich bei der Hunteschule um ein in der Substanz brauchbares Gebäude. Durch den Landkreis sind in den vergangenen Jahren Fenster und Dach erneuert worden. Dennoch sind Renovierungsarbeiten beispielsweise an den Sanitäranlagen zu tätigen. Aber alles ist deutlich günstiger als ein Neubau, der mit über zehn Millionen Euro die Handlungsfähigkeit der Stadt auf Jahre einschränken würde.“

Angesichts dieser Möglichkeiten wäre es nach Ansicht der Sozialdemokraten leichtfertig, sich jetzt schon auf einen Neubau festlegen zu wollen. Kein Verständnis hat die SPD dafür, die Themen Schaffung von Industrie- und Gewerbeflächen gegen das Thema Schulgebäude auszuspielen. „Wir sind davon überzeugt, dass grundsätzlich beides möglich ist. Die Stadt braucht Steuereinnahmen, um die Zukunft gestalten zu können“, so Panschar.

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