101 Gäste zeigen beim Freundesmahl der Diakonie Himmelsthür Solidarität mit Umwandlungsprozess

„Haben einen inklusiven Gott“

Jörg Arendt-Uhde, Sabine Spieker-Lauhöfer, Jan Janssen und Ulrich Stoebe (v.l.) sprachen im Rahmen des Freundesmahls.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Als wahrhaft bibelfest zeigte sich gestern Abend im Rahmen des Freundesmahls der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen der Ehrengast Bischof Jan Janssen. Seine Tischrede war gespickt mit Zitaten.

„Festmahl und Tischrede gehören zusammen“, erklärte der Bischof vor 101 Gästen im „Haus Emsland“ der Diakonie. Martin Luthers Tischreden seien durch manche Zitate berühmt geworden. „Diakonie und Festmahl – böse Zungen könnten meinen, das gehört weniger zusammen, ja, es gehöre sich nicht, ausgerechnet im sozialen Bereich, in der Zuwendung zu den Menschen, denen geholfen werden soll, derart festlich zu tafeln, wie wir es heute tun dürfen.“ Aber die biblische Tradition sage etwas anderes. So heiße es in der Apostelgeschichte: Die einen sollen „für die Mahlzeiten sorgen“ und die anderen Mitarbeitenden „darüber nicht das Wort Gottes vernachlässigen“.

„An einem Tisch – Visionen von einem Miteinander“ überschrieb Janssen seinen Vortrag. Dabei vermied er es aber auch nicht, aktuelle Probleme anzusprechen. „Mir ist bewusst, dass das Zusammenleben in dem Moment an seine Grenzen stößt, da Menschen andere Menschen gefährden – Ihnen wie mir sind die Fragen der neuen Konzeption in der Himmelsthür vor Augen“, sagte er mit Blick auf Schwierigkeiten in der Intensivbetreuung der Einrichtung.

„Wir kriegen das hin“, erklärte Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde zuversichtlich. Es sei im vergangenen Jahr viel passiert. Dazu gehörten die Unterstützung durch die „Aktion Mensch“ für den Umbau der Einrichtung, das Anmieten des „Hotels am Rathaus“, in dem ab November in der Innenstadt Menschen mit Handicaps leben, und der Ausbau der Heilstättenstraße.

Pastor Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür, freute sich, dass der Prozess der Neuausrichtung auf so viel Interesse in der Öffentlichkeit stößt. „Wir sind in Bewegung, befinden uns auf unbekanntem Terrain. Dafür brauchen wir Freunde wie Sie.“ Er zitierte eine Bibelstelle aus Hesekiel, wo Gott spricht: „Alle Menschen gehören mir“. „Wir haben also einen inklusiven Gott, der alle Menschen annimmt, egal wie sie sind“, so Stoebe.

Sabine Spieker-Lauhöfer hatte in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden des Freundeskreises, Landrat Frank Eger, die Gäste begrüßt. „Es ist schön, dass Sie zum 19. Mal Solidarität zeigen“, erklärte sie und kündigte Veränderungen an: „Frank Eger wird sich im Rahmen der Mitgliederversammlung nicht noch einmal für den Vorsitz zur Verfügung stellen.“

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