Gymnasiumslehrer sehen keine Basis mehr

Keinen Austausch mit Elternvorstand

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Das Verhältnis zwischen dem Kollegium des Gymnasiums in Wildeshausen und dem Vorstand des Schulelternrates ist offenbar sehr zerrüttet. In einem Brief an die Elternschaft bedauert das Kollegium, „dass mit dem aktuellen Vorstand des Schulelternrates keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit und Kommunikation gegeben ist, die über die rein dienstlichen Verpflichtungen hinausgeht“. Unterschrieben ist die Stellungnahme von 88 Pädagogen, darunter auch Schulleiter Ralf Schirakowski.

Der Elternbrief ist ganz offensichtlich eine Reaktion auf die Stellungnahme des Vorstandes des Schulelternrates. Das fünfköpfige und vom Schulelternrat gewählte Gremium hatte sich klar gegen die Einschätzung von Personalrat Axel Meentzen positioniert, dass es aktuell keine Unruhe an der Schule gebe, was das Thema Klassenfahrtenboykott durch die Lehrer betrifft.

Sowohl unter Eltern als auch unter Schülern werde das Thema Klassenfahrten nach wie vor diskutiert, betonte hingegen der Vorstand des Schulelternrates.

Nun kam die ungewöhnliche Reaktion aus dem Kollegium, die über die Elternvertreter an die Eltern verteilt werden sollte. „Wir pflegen ein von Respekt geprägtes konstruktiv-kooperatives Verhältnis zu den Eltern und Erziehungsberechtigten sowie den Schülerinnen und Schülern unserer Schule“, heißt es darin. Und weiter: „Seit Dezember 2013 existiert ein stetig anschwellender Konflikt zwischen dem Vorstand des Schulelternrates und dem Kollegium des Gymnasiums Wildeshausen. Wir sehen uns konfrontiert mit einer systematischen Behinderung des Informationsflusses zwischen Eltern und Kollegen, die zum Beispiel in Bezug auf die anstehende Schulgesetznovelle deutlich wurde.“ Seitens des Vorstandes des Schulelternrates seien gezielt Konflikte geschürt und Halbwahrheiten in die Öffentlichkeit getragen worden, die den Schulfrieden „schwer belasten und den Ruf der Schule schädigen“. Die zuletzt in der Zeitung erschienenen Artikel seien nur die „Spitze des Eisbergs dieser Entwicklung“ gewesen, sodass man sich nun entschlossen habe, sich mit einer Stellungnahme an die Schulöffentlichkeit zu wenden.

dr

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