Achtung Aufnahme! 

Die 6a des Gymnasiums produziert mit dem NDR ein Hörspiel

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NDR-Hörspielregisseurin Janine Lüttmann nimmt mit den Schülern eine Szene auf.

Wildeshausen - „Etwas mehr Panik bitte! John hat richtig Angst“, sagt NDR-Hörspielregisseurin Janine Lüttmann. Gemeinsam mit den 29 Schülern der 6a am Gymnasium Wildeshausen nimmt sie am Mittwochvormittag ein Hörspiel auf. Und die Kinder sind hochkonzentriert bei der Sache. Jedes hat einen Zettel mit Regieanweisungen und den Texten vor sich.

„Am Anfang konnte man die Gefühle nicht so richtig rüberbringen“, sagt Kemi Müller (11) aus Wildeshausen. Inzwischen haben sie und ihre Mitschüler damit aber keine Probleme mehr. Kemi spielt Zoey, ein junges Mädchen, das mit ihrer Klasse in eine Entführungs-/Monstergeschichte hineingezogen wird. Alle Schüler tragen ein Schild, auf dem ihr richtiger Name klein und der Name ihrer Figur groß geschrieben stehen.

Die Gymnasiasten verstellen ihre Stimmen, schmatzen und rülpsen – genauso, wie sie es laut Plot für „Ausflug ins Grauen! Kein Hörspiel für Weicheier“ tun sollen. Sehr zur Freude von Lüttmann, die das Engagement der Kinder lobt.

NDR-Hörspielregisseurin Janine Lüttmann nimmt mit den Schülern eine Szene auf.

Die Geschichte handelt von John. Er ist der Sohn der Lehrerin Mrs Wicked und ein Monster aus dem Stamm der Wicked. Damit er wieder zu einem normalen Jungen werden kann, müssen Kinder ein Lied für ihn singen – und das so schief und scheußlich wie irgendmöglich. Seine Mutter entführt kurzerhand einige schlechte Sänger.

Es gibt ein paar Haupt- und viele kleine Nebenrollen, die nur einen Satz haben. „Wir haben ausgelost. Jeder durfte sich für die Rollen melden“, sagt Marie Sudholz. Die elfjährige Wildeshauserin hat Glück gehabt und mit Rosie ein Mädchen erwischt, das relativ viel Text sprechen darf. Aber alle Kinder werden eingebunden. Denn damit das Hörspiel auch richtig gruselig wird, lassen die Schüler ihre Schlüssel wie Ketten klirren oder machen den Flug von Fledermäusen nach, indem sie mit Handtüchern wedeln.

„Wenn die Kinder Geschichten von den ,Drei ???‘ oder andere Hörspiele hören, sollen sie wissen, wie die gemacht werden“ sagt Regisseurin Lüttmann. Während die Hamburgerin mit den Schülern Szene um Szene des neunminütigen Stücks dreht, sitzt ein Tontechniker im Nebenraum und verarbeitet die Ergebnisse. Am Ende des Tages können sich die Kinder ihr eigenes Hörspiel anhören. Der NDR bietet „Hörspiel in der Schule“ schon seit ein paar Jahren an, war auch mal in Wildeshausen. Damals war es ebenfalls eine Klasse von Lehrerin Petra Schönemann-Behrens, die jetzt wieder von der Aktion schwärmt. „Das wirkt richtig nachhaltig. Die Schüler haben noch lange davon erzählt.“ Und dabei sei das Radio sonst nicht unbedingt die Welt der Schüler.

Letzteres treibt auch den NDR um, der Kinder und Jugendliche für sein Programm interessieren möchte. „Wir wollen zeigen, was ein Hörspiel ist“, sagt Lüttmann.

Anhören

Auf der Internetseite des NDR unter www.ndr.de/hoerspielinderschule wird das Hörspiel hochgeladen, sobald es komplett fertig produziert ist.

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