Stadt übernimmt einen Teil der Betriebskosten / Vereinsvorsitzender erleichtert

GW Kleinenkneten erhält Zuschuss

Im vergangenen Sommer fertiggestellt: das Vereinsheim von Grün-Weiß Kleinenkneten unmittelbar neben dem Sportplatz.
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Im vergangenen Sommer fertiggestellt: das Vereinsheim von Grün-Weiß Kleinenkneten unmittelbar neben dem Sportplatz.
  • Dierk Rohdenburg
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Kleinenkneten – Der Sportverein Grün-Weiß Kleinenkneten (GWK) kann ab diesem Jahr erstmalig und nun regelmäßig mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss rechnen. Damit sollen nach Angaben des Vereins unter anderem die Kosten für die Objektpflege und für Gas, Wasser sowie Strom abgedeckt werden. Im Raum stehen 27 000 Euro. Über die genaue Höhe wird jedoch noch entschieden. Durch den Zuschuss wird GWK mit dem anderen großen Fußballclub in Wildeshausen, dem VfL Wittekind, gleichgestellt. Dieser erhält über seine Krandelverwaltung einen Betriebskostenzuschuss von mittlerweile mehr als 100 000 Euro jährlich.

In Kleinenkneten fallen nach Angaben des Vereins jährlich Kosten von rund 61 000 Euro an. Die Stadtverwaltung erwartet als Gegenleistung für den Zuschuss, dass der Verein die Anlage bei Bedarf für besondere Veranstaltungen im städtischen Interesse, wie beispielsweise Bundesjugendspiele oder Jugendfeuerwehrtage, zur Verfügung stellt.

Die große Mehrheit des Stadtrates hat dem Wunsch von GWK zugestimmt. Hermann Hitz (UWG) bescheinigte dem Verein „eine gute Basisarbeit in der Landgemeinde“. Auch Matthias Kluck (SPD) stellte sich hinter den Verein: „Wir können stolz darauf sein, in der Landgemeinde ein solches Angebot zu haben.“ Marko Bahr (FDP) und Uwe Bock (Piraten) machten deutlich, dass die Betriebskosten gut überprüft werden müssten. „Sie sind deutlich zu hoch. Da kann ich nicht mitgehen“, meinte Bock.

„Die genauen Unterhaltungskosten stehen ja noch gar nicht fest“, betonte Wolfgang Sasse (CDU) mit Blick darauf, dass die Anlage erst vor einem Jahr fertiggestellt wurde. Jens-Peter Hennken (CDW) legte Wert darauf, dass der Verein eine Einnahmen- und Überschussrechnung sowie eine Vermögens- und Schuldenaufstellung vorlegen soll, um den Zuschussbedarf ausrechnen zu können.

Der Vereinsvorsitzende Andreas Scholz zeigte sich erleichtert über die Entscheidung des Stadtrates: „Ich freue mich sehr darüber. Da fällt uns ein großer Stein vom Herzen.“ Der Verein habe es derzeit wegen der Corona-Pandemie ohnehin schwer und stehe wegen der hohen Ausgaben für die Umgestaltung des Sportplatzes sowie des Vereinsheims mit dem Rücken an der Wand.

Auf der anderen Seite kann Scholz auf die Solidarität der Grün-Weiß-Mitglieder zählen. „Keiner von ihnen hat seinen Beitrag zurückgefordert“, lobte er. Auch die Übungsleiter hätten keine Entschädigung für ihre Tätigkeit verlangt. „Wir brauchten keine Vergütungen zahlen“, so Scholz. Daran erkenne man den guten Zusammenhalt.  dr

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