Viele „Trockenübungen“

Discofox-Workshop im Tanz-Zentrum: Auf Sensorik kommt es an

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Immer wieder wurden die verschiedenen Breaks und Figuren geprobt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Konzentration, ob mit oder ohne Musik, war am Sonnabend im Wildeshauser Tanz-Zentrum (WiTZ) gefragt. Dort ging ein Workshop mit den Discofox-Weltmeistern Anica Carmen Wenzel und Sascha Kai Oltmann über die Bühne. Dabei ging es in erster Linie um Musik, Posen und Breaks.

„Wir haben hier heute Teilnehmer, die sich schon seit längerer Zeit dem Discofox verschrieben haben. Außerdem sind Paare dabei, die zum Tanzlehrer ausgebildet werden“, erklärte Oltmann. Einige gäben schon Unterricht und wollten sich nun in Richtung Discofox weiterbilden. „Bei einem Tanzlehrer kommt es nicht nur auf das Tanzen an, sondern auch darauf, wie er den Unterricht gibt und mit den Schülern umgeht. Es gibt dabei einige verschiedene Methoden.“

Immer wieder waren es Anica Wenzel und Sascha Oltmann, die den Paaren verschiedene Tipps gaben. So nahmen Sensorik und Sensibilisierung einen breiten Raum ein. „Bei der Sensorik handelt es sich unter anderem um körperliche Reize als Hinweis auf das Führen oder eine Drehung“, erklärte der Tanzlehrer. Sensorik könne aber auch über Blicke erfolgen: „Die Sensibilisierung bedeutet nicht mehr, als dass der Partner diese Reize oder Blicke erkennt. Zusammengenommen ergeben sich daraus die wichtige Synchronität und Paarharmonie. Ohne das zu beherrschen, brauchst du bei keinem Wettbewerb antreten. Das sind überaus wichtige Dinge.“

Immer wieder gab es zu diesen Punkten „Trockenübungen“ ohne Musik. Die Paare mussten das Verstehen üben, um auf den Punkt und in jeder Situation synchron zu sein. „Wichtig ist, dass die Paare die Breaks immer richtig erkennen und auch dann synchron sind, wenn sie stehen bleiben und sich der Musik anpassen und das Lied vertanzen, ohne den eigentlichen Beat des Stückes mitzunehmen“, betonte der Weltmeister immer wieder.

Dann ertönte Musik. Aber nicht etwa ein typisches Discofox-Stück, sondern „Ist da jemand“, das mit etwa 76 Beats pro Minute (BpM) besonders langsam ist. „Das unterscheidet Discofox von den anderen Tanzarten, bei denen es extrem auf die richtige Geschwindigkeit ankommt. Den Discofox können wir zu fast allen Stücken tanzen“, betont Oltmann. Wichtig sei jedoch, dass bei jeder Geschwindigkeit die Füße strikt den Takt halten, sie dürften nicht etwa anfangen zu schwimmen oder schwingen: „Die Arme können dann natürlich etwas weich sein und dem Lied folgen. Eben unten Beat und oben im Lied.“ Genau das seien überaus wichtige Punkte, die den Tanzschülern immer wieder vermittelt werden müssten.

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