Einladung zu einem Film

Auf gute Nachbarschaft im Kino

Kristiane Helter, Ralph Meyer, Sabine Müller und Heinz Rigbers (v.l) luden zur Kinovorführung ein.

Wildeshausen - Wie viele andere Aktive im Bereich der Flüchtlingshilfe überlegen auch die Mitglieder der Wildeshauser Willkommens-Initiative ständig aufs Neue, wie sich die geflüchteten Menschen gut integrieren und ihr gelerntes Deutsch im Kontakten zu Wildeshauser Mitbürgern weiter verbessern können.

Nun luden sie zu einer besonderen Vorstellung ins Kino ein. „Wir haben uns überlegt, dass eine Einladung zum Film ,Die Nordsee – unser Meer‘ an die nächste Nachbarschaft von geflüchteten Menschen vielleicht ein guter Anknüpfungspunkt ist“, so Kristiane Helter von der Initiative. Deshalb habe man sich mit Ralph Meyer (Ehrenamtskoordinator des Malteser Hilfsdienstes) und Heinz Rigbers (Theaterleiter des LiLi-Servicekinos) in Verbindung gesetzt, um eine Kooperation zu erreichen.

Die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ermöglichte zudem, dass die Einladungen der Geflüchteten an die Nachbarn noch einmal im Deutschunterricht besprochen werden konnte. Es Buden kleine Strategien zur Vorgehensweise erarbeitet.

Bereits neue Freunde gefunden

„Einige der Familien sind schon bald nach ihrer Ankunft in der neuen Wohnung mit und ohne die Unterstützung der Wildeshauser Paten auf ihre nächsten Nachbarn zugegangen“, berichtet Sabine Müller von der Willkommens-Initiative. „Sie haben sich vorgestellt, zum Tee eingeladen oder sind eingeladen worden. Hier und da war die Aufnahme in die deutsche Nachbarschaft so herzlich, dass man mittlerweile dadurch sogar neue Freunde gefunden hat.“

Andere Einzelreisende oder Familien hätten sich aber noch nicht getraut, beim Nachbarn zu klingeln und näheren Kontakt zu suchen, weil sie nicht einschätzen konnten, ob es gewünscht ist und die Sorge vor Ablehnung groß war. „So waren wir also sehr gespannt, wie erfolgreich die Einladenden wohl sein werden“, sagt Helter.

Kino gut besucht

Mit knapp 70 Kinobesuchern war das Kino zwar nicht voll besetzt, aber diejenigen, denen es gelungen war, einen Nachbarn mitzubringen, waren sichtlich stolz und erfreut.

„Andere hatten aufgrund noch fehlender Sprachkenntnisse nicht den Mut, die deutschen Nachbarn anzusprechen oder waren in Sorge darüber, dass sie mit dem Einladungszettel in der Hand für Bettler gehalten werden“, so Silke Grabbe von der Initiative. „Auch, wenn es hier und da noch nicht gelang – alle haben sich mit der Thematik Nachbarschaft beschäftigt, erste Kontakte sind gemacht, andere intensiviert.“

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