Tagespflege des Alexanderstiftes seit zehn Jahren 

„Die gute Arbeit hatte sich schnell herumgesprochen“

Karin Damke und Sascha Lücke (stehend) begrüßten die Gäste zur Geburtstagsfeier. - Fotos: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Da wurde gelacht, geklatscht und gesungen: Die Tagespflege des Altenzentrums Alexanderstift in Wildeshausen hat gestern ihr zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen und Angehörigen gefeiert. Für Unterhaltung sorgte mit ein paar plattdeutschen Sketchen das Duo „Ilse und Ilse“, und die musikalische Untermalung des Nachmittags hatte Rafael Jung übernommen.

Während seiner Begrüßung machte Heimleiter Sascha Lücke noch einmal deutlich, dass die Tagespflege eine Versorgungslücke zwischen ambulanten und stationären Pflegangeboten schließe: „Seit 1995 ist in Deutschland dieses Angebot in der Pflegeversicherung festgeschrieben.“ Im August 2006 sei die Einrichtung des Alexanderstiftes in Betrieb gegangen: „Der Vorstand und auch die Mitarbeiter waren sich darüber im Klaren, dass es einige Zeit benötigen würde, eine gute Auslastung zu erreichen, um die anfallenden Kosten decken zu können.“

Allen sei klar gewesen, dass dieses Angebot in Wildeshausen erst bekannt gemacht werden müsse: „Schon 2008 konnte jedoch ein deutlicher Anstieg der Nachfragen verzeichnet werden. Einerseits war das Angebot über ambulante Dienste und Mund-zu-Mund-Propaganda bei den Bürgern angekommen. Andererseits wurde durch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz die finanzielle Situation der Pflegebedürftigen verbessert“, so Lücke. Das heiße, dass Betroffene ab Juli 2008 einen Anspruch auf teilstationäre und häusliche Pflege bekommen hätten.

„Schon im Jahr 2011, also zum fünfjährigen Bestehen der Einrichtung, konnte eine Auslastung von 98 Prozent verbucht werden“, betonte Lücke. Dieses gute Ergebnis und die Zufriedenheit der Gäste seien vor allem dem Team und der in Rente gegangenen Pflegedienstleiterin Birte Nattkemper zu verdanken: „Die weiterhin gute Arbeit hatte sich schnell rumgesprochen, und seit nunmehr fünf Jahren haben wir durchgängig eine Belegung von 100 Prozent.“

Nicht ohne Stolz berichtete der Heimleiter, dass seit dem Jahr 2011 auch die Tagespflege jährlich durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft werde: „Im teilstationären Bereich gibt es derzeit zwar noch keine Noten, aber dennoch hat unsere Tagespflege immer sehr gut abgeschnitten, weil die Prüfer kaum Beanstandungen hatten.“

Im vergangenen Jahr hat Karin Damke als Pflegedienstleitung die Verantwortung für die Tagespflege übernommen. „Sie führt sie mit ihrer lieben und direkten Art genau so weiter, wie wir uns das vorstellen. Und das ist wichtig für eine gleichbleibende Qualität“, so Lücke.

Damke machte deutlich, dass ihr die Arbeit sehr viel Spaß mache: „Ich mag diese Gemeinsamkeit mit den Menschen. Es ist schön, ihnen helfen zu können oder etwas mit ihnen zu unternehmen.“

Oberstes Gebot in der Tagespflege sei es, dass sich die Gäste wohlfühlen und gerne in die Einrichtung kämen. „Genau das ist schon seit eh und je der Fall. Nicht umsonst haben wir Gäste, die schon seit mehreren Jahren regelmäßig zu uns kommen“, betonte Damke. Es sei jedoch sehr wichtig, den Menschen etwas zu bieten und sie nicht auf sich alleingestellt zu lassen: „Wir sorgen dafür, dass sie an allem teilhaben und vermitteln ihnen das Tagesgeschehen.“

Reichlich Beifall ernteten „Ilse und Ilse“ für ihre plattdeutschen Darbietungen. Unter anderem drehte sich alles um „Ernst“, der einfach am Morgen nicht aufstehen wollte und sich über das Ei ärgerte, weil es hartgekocht war.

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