Belastung am Westring zu hoch 

Gutachter raten dringend zu einer Entlastungsstraße

Der Westring ist zu bestimmten Tageszeiten extrem belastet. Für diese Strecke muss dringend eine Entlastungsstraße gebaut werden. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Jetzt endlich liegen Politik und Verwaltung verlässliche Zahlen über den Kraftfahrzeugverkehr in Wildeshausen vor, die sichere Prognosen ermöglichen. Die letzten Zahlen waren bereits elf Jahre alt und berücksichtigten beispielsweise die rasante Entwicklung im Stadtwesten nur ungenügend.

Rainer Dargel und Annika Wittkowski von der Planungsgemeinschaft Verkehr legten am Dienstagabend die im Rathaussaal die aktuellen Zahlen vor, die nun intensiv von der Politik beraten werden müssen. Die Verkehrsplaner hatten im Juni an 17 Knotenpunkten in der Stadt alle Verkehrsbeziehungen analysiert. Dazu kamen an drei Punkten an mehreren Tagen ganztägige Querschnittszählungen, um insbesondere die Fahrzeugdichte am Westring, auf Kaiser- und Wittekindstraße sowie der Huntebrücke zwischen Heemstraße und „Im Hagen“ zu ermitteln.

Ganz extrem belastet ist der Westring, auf dem täglich 15.000 Kraftfahrzeuge unterwegs sind. Schon jetzt fehlen dort nach Einschätzung der Verkehrsplaner Linksabbiegestreifen. Da auf der Straße im Jahr 2030 mit mehr als 18.000 Fahrzeugen zu rechnen ist, empfehlen Dargel und Wittkowski dringend eine Entlastungsstraße von der Visbeker zur Ahlhorner Straße, die rund 30 Prozent der Fahrzeuge des Durchgangsverkehrs aufnehmen kann und an beiden Enden einen Kreisverkehr haben sollte. Gleichzeitig seien sowohl in Höhe des E-Centers als auch am Bargloyer Weg Ampeln erforderlich, um ein gefahrloses Queren der Fahrbahn zu ermöglichen.

Auch die Kaiserstraße ist mit 9.000 Kraftfahrzeugen nach Einschätzung der Gutachter zu stark belastet. Sie halten die Strecke für ungeeignet, rund 150 Busse täglich aufzunehmen. „Der Linienbetrieb gehört dort nicht hin“, so Dargel. Die Planer empfehlen, den Verkehr massiv zu reduzieren, indem sowohl die Hunte- als auch die Wittekind- und Kaiserstraße zu einer Einbahnstraße umgewandelt werden. Damit könnte eine regelkonforme Radwegführung unterstützt werden, so die Gutachter. Ein Nachteil: Es würde deutlich mehr Verkehr über die Straße „Im Hagen“ und Heemstraße fahren.

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