Gutachter empfiehlt breitere Fahrbahn/Erster Bauabschnitt in diesem Jahr

Sanierung der Holzhauser Straße wird deutlich teurer

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Die Holzhauser Straße ist so marode, dass sie dringend saniert werden muss.

Wildeshausen - In diesem Jahr soll endlich mit der Sanierung der völlig maroden Holzhauser Straße zwischen der Visbeker Straße und der B213 begonnen werden. Das Projekt kostet über 1,5 Millionen Euro. Demnach kommen hohe finanzielle Forderungen auf die Anlieger zu. Zudem ist jetzt klar: Auch in Zukunft wird aus der Verbindungsstraße keine Kreisstraße. Das hat ein Gutachten ergeben.

Die Anwohner hatten gehofft, dass eine Verkehrszählung die überörtliche Bedeutung der Straße als Verbindung zwischen Landesstraße und Bundesstraße belegt. Eine von der Stadt bei der Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert in Auftrag gegebene Verkehrserhebung kommt jedoch zu anderen Ergebnissen. Die Verbindung sei weiterhin als Gemeindestraße einzustufen, da auf ihr insgesamt überwiegend Fahrten stattfinden, die Quelle und Ziel innerhalb der Gemeinde oder zwischen benachbarten Gemeinden haben. Die Tagesbelastung liegt bei rund 460 Kraftfahrzeugen im Bereich zwischen Visbeker Straße und dem Dorf sowie bei rund 270 Kraftfahrzeugen zwischen Dorf und Bundesstraße.

Der Stadtrat hatte bereits drei Bauabschnitte gebildet, da ein Ausbau auf ganzer Strecke zu teuer gekommen wäre. Noch in diesem Jahr soll mit einem etwa 700 Meter langen Ausbau im Dorf begonnen werden. Im kommenden Jahr ist die Sanierung der Strecke zwischen der Visbeker Straße und dem südlichen Dorfanfang geplant. Im Jahr 2018 kommt es dann zum Lückenschluss zwischen dem nördlichen Dorfanfang und der Bundesstraße auf einer Länge von etwa zwei Kilometern.

Allerdings dürfte die Stadt mit den prognostizierten Kosten nicht hinkommen. Der Gutachter stellt fest, dass die Fahrbahn aufgrund ihrer massiven Schäden vollständig erneuert werden muss. Aber nicht nur das. Sah die Stadt bislang vor, den Ausbau mit einer Breite von 5,50 Metern zu realisieren, macht der Gutachter deutlich, dass das nicht der Richtlinie für Stadtstraßen entspricht. Diese sieht vor, dass eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter erreicht werden sollte. Bei einem Anwendungsbereich mit einem geringen Linienbusverkehr und einem geringen Nutzungsanspruch könnte die Fahrbahnbreite auf sechs Meter reduziert werden. Eine weitere Reduzierung sieht der Gutachter sehr kritisch. „Größere Laster, wie sie auch für Vieh- und Futtermitteltransporte eingesetzt werden, haben eine Breite von 2,50 bis 2,55 Meter ohne Berücksichtigung der Spiegel“, so das Büro Schubert. „Selbst bei verminderter Geschwindigkeit benötigen diese Fahrzeuge im Begegnungsfall schon eine Fahrbahnbreite von mindestens 5,60 Meter.“

Die Kosten steigen bei einem Ausbau auf sechs Meter um 60000 Euro. Für den Bauabschnitt im Dorf hat das Büro Mumm aus Wildeshausen die Kosten ermittelt. Bei einem Oberbau mit einer Dicke von 36 Zentimetern und einer Straßenbreite von sechs Metern müssen rund 721000 Euro veranschlagt werden. Eine Straße, die höhere Belastungen aushält, würde gar 760000 Euro kosten. Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt befasst sich am 28. April mit der Thematik und den höheren Kosten, die in den Haushalt eingestellt werden müssten.

dr

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