„Geschnallt“ und „Netzdschungel“

Polizeipuppenbühne gastiert in der Wallschule

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Jutta Hartz und Björn Reschke-Thein erklären „Maja“, was es mit dem Gurtschlitten auf sich hat.

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  „Anschnallen, anschnallen!“, hallt es durch die Aula der Wildeshauser Wallschule, als der Teddybär auf den Gurtschlitten gesetzt wird. Damit stellen die Erst- und Zweitklässler unter Beweis, dass sie schon einiges über Sicherheit im Auto wissen. Einmal mehr ist die Polizeipuppenbühne Delmenhorst mit zwei Theaterstücken zu Gast in der Schule.

Während sich Jutta Hartz, Kerstin Wulfekuhl und Björn Reschke-Thein mit den Kleinen unter dem Motto „Geschnallt“ der Mobilitätserziehung widmen, geht es bei den Dritt- und Viertklässlern unter dem Thema „Netzdschungel“ um die Gefahren im Internet.

Schüler sollen jederzeit eingebunden sein

„Allerdings läuft das nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher auf die spielerische Art ab“, sind sich die Sozialpädagogen einig. „Besonders bei den Erst- und Zweitklässlern handelt es sich um eine Frage-Antwort-Geschichte, sodass die Schüler jederzeit eingebunden sind.“ Allerdings ziele „Geschnallt“ auch darauf ab, den Kindern die Angst davor zu nehmen, mit der Polizei zu sprechen: „Wir sind jederzeit zu einem Gespräch bereit und lachen auch gerne mal mit den Kindern.“

Mit Spannung verfolgen die Schüler das Stück, in dem es um die Suche des Hundes „Fiffi“ geht, der Oma Käthe und Opa Ewald weggelaufen ist und von dem Punker „Ronny“ fast überfahren wird. Bei der Kontrolle stellt Polizist Thein fest, dass „Ronny“ vorschriftsmäßig angeschnallt ist. „Maja“ hingegen erfährt, dass für einen Gurtschlitten kein Schnee benötigt wird. Allerdings wird ihr auch gezeigt, was mit dem Teddy passiert, wenn er nicht angeschnallt ist. „Fiffi“ kann schließlich vom Polizisten eingefangen und nach Hause gebracht werden.

Persönliche Daten im Netz - ein sehr sensibles Thema

„Leider hören wir immer wieder, dass sich auch Eltern nicht anschnallen. Gerade die sollten doch mit einem guten Beispiel vorangehen“, erzählt Wulfekuhl. Milena aus der Klasse 2 d findet das Anschnallen gar nicht so gut, aber sie muss es vollziehen: „Papa und Mama passen immer auf, dass wir auch angeschnallt sind. Sonst fahren sie gar nicht los. Das ist aber auch sonst ganz schön gefährlich.“ Das sieht auch Klassenkamerad Julia so: „Ich schnalle mich immer an. Meine Schwester auch. Und wenn Mama das mal vergisst, dann sagen wir ihr das.“

Rund ums Internet geht es mit den Dritt- und Viertklässlern in dem Stück „Netzdschungel“. So erleben sie „Basti“, der gefrustet vom Fußball nach Hause kommt und eine Reise durchs Internet macht. Dabei erfährt er, wie schnell er leichtgläubig persönliche Daten von sich preisgeben kann, und dass „Chatfreunde“ nicht immer Freunde sind. „Gerade das ist ein sehr sensibles Thema, das nicht oft genug aufgegriffen werden kann“, sagt Hartz. Immerhin hätten rund zwölf Prozent der Viertklässler schon mit Fremden gechattet: „Gerade das ist sehr gefährlich. In der Nachbereitung geht es mit den Kindern um wichtige Regeln für das Surfen – wie sie sich selbst schützen können und was sie auf keinen Fall preisgeben sollen.

„Ich habe noch nie gechattet“, sagt Emma aus der Klasse 4 c. „Ich darf mit Mamas Tablet nur hin und wieder etwas spielen. Wenn ich mal chatten würde, dann nur mit Leuten, die ich wirklich kenne.“ „Diese Meinung vertritt auch Klassenkamerad Leif: „Ich bekomme erst ein Smartphone, wenn ich in der fünften Klasse bin. Aber Chatten kann sehr gefährlich sein, wenn ich zum Beispiel jedem erzählen würde, wo ich wohne oder so.“

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