Tausch von Hunte- und St.-Peter-Schule?

Grundschulen: Stadt Wildeshausen wartet Kreisvotum ab

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Kurz vor Weihnachten protestierten die Hunteschüler gegen einen Umzug.

Wildeshausen - Der Februar dürfte entscheidend werden für die Entwicklung der Förderschulen im Landkreis Oldenburg. Am Dienstag, 6. Februar, tagt der Schulausschuss des Landkreises Oldenburg in der Förderschule in Hude und berät, wie und wo es in Zukunft Förderschulen Lernen geben soll. 

„Bis dahin werden wir eine ausführliche Analyse vorlegen“, sagt Landrat Carsten Harings, der den politischen Entscheidungen nicht vorgreifen will, aber sehr zuversichtlich ist, dass es nach der Sitzung eine klare Linie geben wird. Dort muss empfohlen werden, ob der Landkreis Standorte für Förderschulen Lernen behalten möchte. Es gilt zudem zu klären, wo diese dann sein sollen. Mit dem Votum wird Harings dann gegebenenfalls schon einem Antrag an die Landesschulbehörde stellen. Die Zeit ist knapp, denn die Weichenstellung soll so erfolgen, dass sie zum kommenden Schuljahr greifen kann.

Dabei ist es Harings wichtig, nicht über Schüler, Eltern und Lehrer hinweg zu entscheiden. Das gilt insbesondere für den Wildeshauser Standort, die Hunteschule. Es ist die einzige Schule, für die es eine unmittelbare Nachnutzung durch die Stadt Wildeshausen geben würde.

Uneinigkeit zwischen den Fraktionen

Was dort konkret passieren soll, weiß aber derzeit niemand. Und wie schnell Änderungen denkbar sind, ist auch noch nicht klar. Harings weist darauf hin, dass eine Übertragung der Schule, wenn sie denn dann gewollt ist, kaum zum kommenden Schuljahr erfolgen dürfte.

Im Rahmen eines interfraktionellen Gespräches des Rates in Wildeshausen in der vergangenen Woche sind offenbar wieder massive Differenzen aufgetreten. Grüne und SPD setzen sich weiterhin dafür ein, die Hunteschule für die St.-Peter-Schule zu nutzen. Am Sinn einer derartigen Nutzung haben Teile der CDU, die UWG und FDP große Zweifel. Im Raum steht offenbar auch der Vorschlag, dass die Hunteschule und die St.-Peter-Schule ihre Standorte tauschen könnten. Dem Vernehmen nach ist diese Idee bei einigen Politikern positiv aufgenommen worden.

Bürgermeister Jens Kuraschinksi mochte sich dazu auf Nachfrage nicht konkret äußern. Dafür, so betonte er, müsse es auf jeden Fall einen Beschluss der zuständigen Gremien geben. „Wir warten nun erst mal ab, wie der Landkreis entscheidet“, sagte er. „In der Ruhe liegt hier die Kraft.“ Der Schulausschuss der Stadt ist auf Donnerstag, 8. Februar, terminiert – zwei Tage nach dem Schulausschuss auf Kreisebene. - dr

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