Prognosen sind jedoch schwierig / Wenig Platz an der Holbeinschule

Grundschulen bleiben zehnzügig

Zurück in die Vierzügigkeit: Die Schülerzahlen an der Wallschule entwickeln sich laut Stadt wie geplant.
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Zurück in die Vierzügigkeit: Die Schülerzahlen an der Wallschule entwickeln sich laut Stadt wie geplant.

Wildeshausen – Die Stadtverwaltung von Wildeshausen geht davon aus, dass es in der Kreisstadt auch in Zukunft bei der Einschulung insgesamt zehn erste Klassen an der Wallschule, der Holbeinschule sowie der St.-Peter-Schule (katholisches Bekenntnis) geben wird. Da man jedoch mit einigen Unwägbarkeiten rechnen muss, gilt es, die Entwicklungen frühzeitig abzuschätzen. Wesentliche Unbekannten sind die Zahl der Neubürger mit schulpflichtigen Kindern sowie der Zuzug von Familien aus Südosteuropa.

Bürgermeister Jens Kuraschinski stellte vor wenigen Tagen die Fortschreibung der Schülerzahlenentwicklung vor. Die Überprüfung erfolgte auf Grundlage der Einwohnermeldedaten vom 1. September. „Bei der derzeitigen Einteilung der Schulbezirke entwickelt sich die Wallschule wie vorgesehen zurück in eine beständige Vierzügigkeit“, erklärte Kuraschinski. „Im aktuellen Schuljahr wurde der erste Jahrgang zwar dreizügig eingeschult, die Geburtenzahlen der kommenden Jahre lassen allerdings keine eindeutige Tendenz in diese Richtung erkennen.“

Die Wallschule darf laut Gesetz nicht fünfzügig sein, was in der Vergangenheit aber immer wieder vorgekommen ist. Das könnte auch im Jahr 2023 mit 103 Abc-Schützen wieder passieren – lässt sich aber noch nicht genau abschätzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, wie viele Erstklässler einen pädagogischen Unterstützungsbedarf aufweisen. Dann werden sie doppelt gezählt. Der Unterstützungsbedarf wird frühestens mit den Einschulungsuntersuchungen und dem daran anschließenden Feststellungsverfahren ermittelt.

Die Holbeinschule wächst hingegen nach Angaben von Kuraschinski kontinuierlich zu einer vollständig vierzügigen Schule heran. „Die Geburtenzahlen innerhalb dieses Schulbezirks lassen erwarten, dass die kommenden Einschulungsjahrgänge immer drei- bis vierzügig sein werden“, so der Bürgermeister. Schon jetzt klagen Lehrer und Eltern dort allerdings über Raumnot. Aktuell fehlt es an einem geeigneten Lehrerzimmer und an einer Aula, die groß genug ist. Zudem werden Klassen in Mobilbauten unterrichtet. Die Lage, so die Stadtverwaltung, soll sich entschärfen, wenn die St.-Peter-Schule im kommenden Jahr umzieht. Sie wird an die Heemstraße umgesiedelt und ist grundsätzlich zweizügig angelegt. Die zu erwartenden Anmeldezahlen lassen daran keinen Zweifel aufkommen.

Gab es in diesem Jahr 164 neue Abc-Schützen aus Wildeshausen, werden es im nächsten Sommer wohl 201 sein. Ein Höhepunkt wird im Jahr 2024 mit 206 Erstklässlern aus der Kreisstadt erwartet.

In die Entwicklung der Haupt- und der Realschule muss die Stadt dann noch Kinder einrechnen, die aus der Gemeinde Dötlingen kommen. So geht die Verwaltung derzeit von zwei neuen Hauptschul- und fünf neuen Realschulklassen im Jahr 2021 aus. Im Jahr 2022 könnte es eine Entlastung geben, da die derzeit prognostizierten Werte für die fünften Klassen nur eine neue Klasse an der Hauptschule und vier an der Realschule vorsehen. Die Schülerzahlen gehen dann aber wohl wieder im Jahr 2023 nach oben.

Derzeit sieht die Wildeshauser Stadtverwaltung keinen Anlass, die Schuleinzugsbezirke zu verändern. „Wir bleiben aber im engen Austausch mit den Schulleitungen“, heißt es vom Bürgermeister.  dr

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