Neue Regelung gilt schon seit Montag / Eltern für Ausrüstung der Kinder verantwortlich

Grundschüler nur mit FFP2-Maske im Bus

Für Kinder, wie hier an der Wallschule in Wildeshausen, gilt ab dieser Woche eine strengere Maskenpflicht. Bislang durften die Busfahrer noch ein Auge zudrücken.
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Für Kinder, wie hier an der Wallschule in Wildeshausen, gilt ab dieser Woche eine strengere Maskenpflicht. Bislang durften die Busfahrer noch ein Auge zudrücken.

Wildeshausen – Die unangenehme Überraschung war am vergangenen Montag groß beim Schulamt des Landkreises Oldenburg, den Grundschulen und dann auch bei den Eltern: Laut Regelwerk des neuen Infektionsschutzgesetzes müssen Grundschüler in Landkreisen mit einer Inzidenzzahl von über 100 in Bussen, Zügen und Taxen FFP2-Masken oder vergleichbare der Norm KN95 oder N95 tragen.

„Das war auch neu für uns“, so der Leiter des Schulamtes des Landkreises Oldenburg, Maik Ehlers. „Die Regelung sollte bereits ab dem 24. April gelten.“

Als ersten Schritt informierte die Kreisverwaltung die betroffenen Grundschulen über die Maskenpflicht für die Kinder von Klasse eins bis vier. Doch schnell war klar, dass es nicht so leicht sein würde, die Maßnahme sofort zu befolgen. Einige Eltern kritisierten, dass die normalen FFP2-Masken für die kleineren Kinderköpfe gar nicht geeignet sind.

„Kein Problem, sich Masken zu besorgen“

„Stimmt“, sagt Ehlers. „Aus diesem Grund haben wir mit den Verkehrsbetrieben vereinbart, dass Kinder in den ersten Tagen auch ohne eine FFP2-Maske mitgenommen werden sollen.“ Er glaube aber, dass es kein Problem sei, sich entsprechende Masken zu besorgen. „Die sind in Apotheken vorrätig. Sie können sonst auch im Internet bestellt werden“, sagt Ehlers. Weil das ein wenig Zeit erforderte, sollte auch kein Kind am Morgen oder Mittag an der Haltestelle stehen gelassen werden, wenn noch nicht die richtige Schutzausrüstung angelegt war. Das gilt bis zu diesem Freitag. Ab kommender Woche allerdings müssen eigentlich alle Mädchen und Jungen über eine Maske verfügen.

Die Situation ist schwierig, denn auch ab der kommenden Woche ist es problematisch, kleine Kinder nicht im Bus mitzunehmen. „Bei einem Zehntklässler hätte ich da keine Bedenken“, sagt Ehlers. „Aber bei Grundschülern ist das alles nicht so einfach.“ Dennoch müsse die Regelung jetzt befolgt werden – ebenso wie die Richtlinie, dass die Kinder die Masken im Bus nicht wieder abnehmen. „Dieses Problem haben wir derzeit ebenfalls“, so Ehlers. Für die Busfahrer sei das misslich, denn eigentlich müssten sie am Straßenrand halten und dafür sorgen, dass alle Kinder ihre Maske wieder aufsetzen. Das sei aber kaum praktikabel.

Das Verständnis für die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen hält sich bei einigen Eltern sehr in Grenzen – auch wenn der Landkreis nur ausführendes Organ ist. „Die Masken kosten im Internet zwei Euro je Stück“, heißt es von einer Mutter. „Nur Buskinder müssen sie haben. Das ist eine Ungleichbehandlung, und normalerweise müsste der Landkreis die Masken stellen, da er für die Schülerbeförderung zuständig ist.“

Das sieht Ehlers anders. Für die Masken müsse schon jeder selbst sorgen, meint er. Das gehöre in den Verantwortungsbereich der Eltern.

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