Landeszuschuss für Bauarbeiten in der Hunteschul-Immobilie

Grundschüler kriegen WLAN

Übergabe im Stadthaus: Bürgermeister Jens Kuraschinski, sein Stellvertreter Wolfgang Sasse, St.-Peter-Rektorin Elena Lietzmann, Konrektorin Heike Stahl, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Wolfgang Däubler (von links), ebenfalls einer von Kuraschinskis Stellvertretern.
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Übergabe im Stadthaus: Bürgermeister Jens Kuraschinski, sein Stellvertreter Wolfgang Sasse, St.-Peter-Rektorin Elena Lietzmann, Konrektorin Heike Stahl, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Wolfgang Däubler (von links), ebenfalls einer von Kuraschinskis Stellvertretern.

Wildeshausen – Minister, die vorm Stadthaus vorfahren, sind in Wildeshausen gern gesehen. Ganz besonders, wenn sie mehr im Gepäck haben als eine Rede. In diesem Fall hatte der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) 85 000 Euro dabei, mit denen die Liegenschaft der Hunteschule an der Heemstraße mit WLAN ausgestattet wird. Das Geld ist Teil des Digitalpakts zwischen Bund und Ländern. Damit sollen die technische Ausstattung und die Infrastruktur an den Schulen verbessert werden.

In dieser Hinsicht ist die St.-Peter-Schule eigentlich schon ganz gut aufgestellt. Auch dank der Umtriebigkeit des Fördervereins haben zum Beispiel fast alle Klassenräume ein White-Board. Allerdings zieht die Schule bekanntlich im Sommer 2021 in die Liegenschaft der Hunteschule an der Heemstraße um.

„Wir waren schon in Sorge, was dann ist“, sagte Rektorin Elena Lietzmann. Eine Sorge, die sich in Luft auflöste, als sie vor ein paar Tagen die Nachricht über die finanzielle Förderung erhielt. Und dafür dankte sie dem Minister am Donnerstagmittag persönlich. Genau wie Konrektorin Heike Stahl.

Damit kommt die Stadt als Schulträger auf dem Weg in eine digitale Zukunft voran. Die Real- und die Wallschule haben bereits WLAN, während die Haupt- und die Holbeinschule ebenfalls mit Fördermitteln modernisiert werden oder wurden. „Wir sehen alle, wie wichtig digitale Infrastruktur ist“, freute sich auch Bürgermeister Jens Kuraschinski über die Unterstützung von Land und Bund.

Durch den Digitalpakt, der schon vor Corona geschlossen worden war, fließen gut 520 Millionen Euro nach Niedersachsen. Die Schulen erhalten einen jeweils gleichen Förderrahmen sowie einen Zuschuss pro Schüler. Damit will das Land gewährleisten, dass alle profitieren.

Dabei respektiere er durchaus, dass Schulen bei der Digitalisierung verschieden weit seien, sagte Tonne. „Sie gehen unterschiedliche Wege. Und das ist richtig.“ Der Minister betonte des Weiteren, „dass das Lernen mit digitalen Medien natürlich auch in die Grundschule gehört“. Dabei müsse die Technik allerdings immer den pädagogischen Zielen dienen.

Tonne informierte auch über einen weiteren geplanten Landeszuschuss. Die Schulträger sollen demnach Geld beziehungsweise Fortbildungen für die Administrator-Aufgaben der Schulnetze erhalten. Bis jetzt, so sagte es der ehemalige Gymnasiums-Konrektor und jetzige stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler, sei das ein großes Problem. „Wir bauen Laptopklassen und Co. auf, aber der Administrator-Kollege kommt nicht hinterher. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.“ Bisher kümmern sich die Schulen in der Regel selbst um die Verwaltung der Netze und E-Mail-Adressen. „Dafür werden dann drei Stunden Unterricht abgeknapst“, so Däubler. „Es ist gut, zu wissen, dass wir in dieser Sache nicht mehr alleine dastehen, sondern den Minister hinter sich wissen.“

Von Ove Bornholt

Hier wird das Geld verbaut: Die Immobilie an der Heemstraße, in der sich noch die Hunteschule und ab Sommer 2021 die St.-Peter-Schule befindet, wird mit WLAN aufgerüstet.

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