Flächennutzungsplan-Änderung wird ausgelegt 

„Grünes Licht“ bei Planungen für neues Industriegebiet

Auf dem Gelände des zukünftigen Industriegebietes liegt ein ehemaliger Campingplatz. Dort stehen noch Fahrzeuge.

Wildeshausen - Nächster Versuch nach zehn Jahren: Gegen die Stimmen der UWG hat der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt die öffentliche Auslegung des Entwurfs der Flächennutzungsplan-Änderung „Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West“ empfohlen. Eine inhaltliche Diskussion soll erst erfolgen, wenn Einwendungen und Stellungnahmen vorliegen.

Aus diesem Grund wurde unter anderem der Antrag der UWG-Fraktion abgelehnt, den Punkt wieder von der Tagesordnung zu nehmen. Hermann Hitz (UWG) kritisierte, dass die umfangreichen Unterlagen erst wenige Tage vor der Sitzung zur Verfügung gestellt wurden. Zudem bemängelte er den Umweltbericht und monierte, dass in den Stellungnahmen viele Punkte nicht berücksichtigt wurden (wir berichteten).

„Wir legen das jetzt aus, und dann wird Stellung bezogen“, erklärte Wolfgang Sasse (CDU), der darauf verwies, dass die Planungen im Vergleich zur früheren angestrebten Flächennutzungsplan-Änderung deutlich reduziert wurden.

„Wir brauchen das neue Gebiet für Wildeshauser Unternehmen und neue Betriebe“, betonte Bernhard Block (fraktionslos). „Wir müssen für Arbeitsplätze sorgen.“ Offenbar gebe es derzeit monatlich Anfragen beim Wirtschaftsförderer.

Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) kritisierte hingegen, dass dem Investor durch die Planänderung die Sandabbaugenehmigung ermöglicht werden soll, ohne dass er Zusagen gemacht hätte. Der Ratsherr schlug vor, sich auf eine 70 Hektar große Fläche in Glane zu konzentrieren und dort ein Industriegebiet zu planen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. CDU, SPD und FDP waren gleichermaßen der Meinung, dass Wildeshausen schnell ein Industriegebiet in Nähe der Autobahn haben soll. „Wir sind jetzt schon viel zu spät dran“, so Hartmut Frerichs (SPD). - dr

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