Verkehrsregelung vor der Hunteschule in Wildeshausen

Grünes Licht für Bedarfsampel

An der Kreuzung Bahnhof-/Heemstraße werden bald vier Masten mit einer Anforderungsampel stehen: Die Schüler sollen aber über den Wall zu Schule gelangen.
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An der Kreuzung Bahnhof-/Heemstraße werden bald vier Masten mit einer Anforderungsampel stehen: Die Schüler sollen aber über den Wall zu Schule gelangen.

Wildeshausen – Wenn die Kinder der St.-Peter-Schule in Wildeshausen ab dem neuen Schuljahr in das Gebäude an der Huntestraße umziehen, soll an der Kreuzung Heem-/Bahnhofstraße eine viermastige Bedarfsampel installiert sein. Die Polizei wird den Bereich regelmäßig kontrollieren, Geschwindigkeitsanzeigen sollen die Autofahrer zum langsamen Fahren mahnen – und es wird ein ausführliches Schulwegekonzept für Schüler und Eltern der St.-Peter-Schule geben.

Das sind einige Empfehlungen des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Verkehr, der am Donnerstagabend im Rathaus getagt hat. Das Gremium empfahl zudem auf Antrag von Grünen-Ratsherr Klaus Schultze eine Erweiterung der Nebenanlagen an der Heemstraße auf beiden Seiten. In diesem Zusammenhang soll mit den Grundstückbesitzern gesprochen und Geld zur Verfügung gestellt werden. „Damit können wir 80 Prozent der Wegstrecke deutlich verbessern“, glaubt Schultze.

Heemstraße soll nicht als Schulweg angeboten werden

Während alle Beteiligten mit deutlich mehr Verkehr in dem Bereich rechnen, hoffen die Stadtverwaltung sowie die Planungsgemeinschaft Verkehr, die Kinder und Eltern dazu bewegen zu können, das Schulgelände mit dem Fahrrad über den Wall anzufahren oder dort entlang zu Fuß zu gehen. „Wir wollen die Heemstraße gar nicht als Schulweg anbieten“, kündigte Baudezernent Manfred Meyer an. Er hatte für Ende 2020 eine Informationsveranstaltung zu dem Thema geplant, dann aber coronabedingt absagen müssen.

Bürgermeister Jens Kuraschinski verwahrte sich gleich zu Beginn der Diskussion dagegen, dass aus dem Rat Kritik an den Expertenempfehlungen geäußert wurde. „Uns liegt die Verkehrssicherheit sehr am Herzen. Es macht keinen Sinn, die Kompetenz der Fachleute infrage zu stellen“, betonte er.

Dem stimmte grundsätzlich auch Jens-Peter Hennken (CDW) zu. Der Ratsherr hatte Kritik geäußert und findet es auch weiterhin sehr ärgerlich, dass die Installation von Spiegeln für Rechtsabbieger von der Heemstraße auf die Bahnhofstraße abgelehnt wurde. Er verwies zudem darauf, dass die Wege an der Heemstraße nicht der vom ADAC empfohlenen Breite von 2,30 Metern entsprechen, sondern deutlich enger sind.

Der Geschäftsführer der Planungsgemeinschaft Verkehr, Rainer Dargel, sah das allerdings nicht als Problem an. Der Weg müsse gut beleuchtet werden, zudem müssten Radfahrer auf den Nebenanlagen zur Not schieben. „Tempo 30 auf der Heemstraße ist eine gute Grundlage, um den Radverkehr auf die Fahrbahn zu führen“, erklärte er. Was die Behinderung durch Mülltonnen auf den Nebenanlagen betrifft, riet er dazu, die Plätze, an denen die Behälter stehen, zu bündeln.

„Vollampel nicht zu empfehlen“

Dargel war es auch, der erklärte, dass eine Vollampel im Kreuzungsbereich nicht zu empfehlen ist. „Damit wird der Verkehrsfluss immer wieder unnötig abgebremst, und die Leute suchen sich dann Alternativrouten über die Kaiser- und Wittekindstraße“, betonte er. Die Dunkelampel an vier Masten könne nach Bedarf auf Grün geschaltet werden und passe zum Premiumradweg, der die Heemstraße quere. Dargel empfahl, den Verkehr bis Ende des Jahres regelmäßig zu überprüfen und nach einem halben Jahr einen Workshop mit allen Beteiligten anzubieten. Ganz wichtig ist es seiner Auffassung nach, dass das Halteverbot vor der Schule eingehalten wird. Die Hol- und Bringdienste würden dort für die größte Gefährdung sorgen.

Im Vorfeld hatte die Verwaltung schon mehrere Punkte der von Stefan Brors (CDW) formulierten Anregungen abgearbeitet. So soll es eine Entschärfung der Situation an der Parkplatzausfahrt bei der ehemaligen Post geben. Die Busunternehmen sind informiert, dass sie nicht an der Straße halten dürfen, Taxen sind in Zukunft dort nicht mehr zu erwarten. Die Installation von Außenspiegeln wurde mehrheitlich abgelehnt. Nicht erfolgreich war Schultze auch mit dem Antrag, die Beschilderung „Radverkehr frei“ auf den Nebenanlagen zu entfernen. Die meisten Politiker sahen dadurch keinen Nutzen für den Schulwegverkehr, weil viele Kinder auf dem Fußweg bleiben müssen.

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