Landkreis soll Industriegebiet verhindern

Grüne wollen Wildeshausen-West unter Schutz stellen

Schützenswert oder kurz vor der Abholzung? Der Wald in Wildeshausen-West.
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Schützenswert oder kurz vor der Abholzung? Der Wald in Wildeshausen-West.

Wildeshausen – Die Grünen im Kreistag des Landkreises Oldenburg wollen erreichen, dass der Wald an der Autobahn in Bereich Wildeshausen-West als Biotopvernetzung und für mehr Klimaschutz erhalten bleibt. So fordern sie die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet und die Sicherstellung durch die Kreisverwaltung.

Kreistagsmitglied Reinhold Schütte plädiert für schnelles Handeln, da das Bauleitplanungsverfahren der Stadt Wildeshausen für die Ausweisung eines Industriegebietes bereits weit fortgeschritten ist. Der Flächennutzungsplan soll noch im Juli beschlossen werden. Es bestehe die Gefahr, dass dann schneller als gedacht, mit der Zerstörung eines großen schutzwürdigen Waldes mit seinen zahlreichen Biotopen begonnen wird, so Schütte.

„Nicht nur für den Klimaschutz, auch für den Erhalt der Artenvielfalt ist der Wald an der A 1 von hoher Bedeutung und darf nicht vernichtet werden“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Eduard Hüsers, in einer Mitteilung von Donnerstag. „Alle Waldflächen im Landkreis, auch die in der Stadt Wildeshausen, sind zu erhalten“.

Mit Blick auf die Fläche in Wildeshausen-West schreibt Hüsers: „Es gibt ausreichende waldfreie Alternativgebiete in und um Wildeshausen, und die Gewerbesteueraufteilung sollte doch intelligent und in Kooperation zu regeln sein.“

Die Grünen wollen in dem Waldgebiet die zahlreichen geschützten Biotope mit hoher Bedeutung für Arten sowie das durch Sanddünen geprägte Landschaftsbild unter Schutz gestellt sehen. Auch im neuen Landschaftsrahmenplan des Landkreises werde die Schutzwürdigkeit des gesamten Gebietes nordwestlich der A1 zwischen der Hunte und der Abfahrt der Wildeshausen-West als Landschaftsschutzgebiet deutlich herausgestellt.

Fläche soll einstweilig unter Naturschutz gestellt werden

Laut Schütte könnten durch den Erhalt und die Ausweisung des Waldgebietes als Landschaftsschutzgebiet zusätzlich wichtige positive Effekte für die Stadt und den Landkreis erreicht werden: Wildeshausen könne seinen Status als Luftkurort festigen, der im Landesvergleich geringe Waldbestand im Landkreis Oldenburg werde nicht verringert, der Wald bleibe als wichtiger CO2 Speicher erhalten und entspreche der allgemeinen Forderung nach mehr Klimaschutz.

Wegen der Dringlichkeit fordern die Grünen in einem weiteren Antrag, die von der Stadt Wildeshausen überplante 37 Hektar große Waldfläche einstweilig für den Naturschutz sicherzustellen. Die Sicherstellung sei geboten und nach dem Naturschutzrecht möglich, heißt es.

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