Sitzung des Rates am 5. Februar 

Tauschvorschlag: Hunteschüler sollen in die St.-Peter-Schule

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Die Hunteschule in Wildeshausen 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Nun ist es öffentlich: Elf Wildeshauser Ratsmitglieder haben einen Antrag auf eine Sondersitzung des Stadtrates am Montag, 5. Februar, um 17 Uhr gestellt. Wie bereits am Freitag berichtet, ist es ihr Ziel, mit dem Landkreis Oldenburg die diesem gehörende Liegenschaft Hunteschule und die städtische St.-Peter-Schule zu tauschen, um die Raumnot an den Wildeshauser Grundschulen zu beseitigen. Ein Neubau wäre damit vom Tisch.

Die elf Ratsmitglieder wollen derzeit nicht genannt werden. Grünen-Fraktionsvorsitzender Manfred Rebensburg nennt als einen Grund, dass die Politiker nicht im Vorfeld der Sitzung von außen „bearbeitet“ werden sollen, um einen Meinungswandel zu erreichen. Die Abstimmung selbst soll dem Vernehmen nach im Rat in geheimer Wahl stattfinden.

Bekannt ist, dass Grüne (zwei Ratsmitglieder) und Piraten (ein Ratsmitglied) den Umzug der St.-Peter-Schule in die Hunteschul-Liegenschaft befürworten. Auch die SPD (neun Ratsmitglieder) dürfte nahezu geschlossen dafür stimmen. Damit wären die elf Antragsteller in den drei Parteien zu vermuten. Der Rat hat 33 Mitglieder.

Wie Bürgermeister Jens Kuraschinski am Freitagabend mitteilte, gibt es am 5. Februar ab 15.30 Uhr eine Schulausschuss- und danach eine Verwaltungsausschusssitzung, damit die Beschlussfolge eingehalten wird. Ziel der Antragsteller ist es, die Entscheidung dem am nächsten Tag tagenden Kreis-Schulausschuss die Vorschläge der Stadt Wildeshausen unterbreiten zu können – wenn sie eine Mehrheit finden.

Im Beschlussvorschlag für den Rat ist die Rede davon, den Tausch frühestmöglich in die Wege zu leiten. Die zu diesem Zeitpunkt beschulten Förderschüler sollen bis zum Ende ihrer Schulzeit in der St.-Peter-Schule unterrichtet werden. Sie blieben damit an ihrem Schulstandort Wildeshausen.

Holbein-Grundschule soll freie Räume übernehmen

Die danach frei werdenden Räume in der St.-Peter-Schule sollen schrittweise von der benachbarten Holbein-Grundschule genutzt werden, sodass in Wildeshausen bald nicht nur achtzügig unterrichtet werden kann, sondern zunächst neunzügig und schließlich zehnzügig. Gleichzeitig plant die Stadt Wildeshausen, dem Landkreis zu empfehlen, bei einer Entscheidung für die Verlängerung der Förderschulen Lernen die Einschulung von Kindern in neue Klassen an den Standorten der Förderschulen Ganderkesee und Wardenburg/Oberlethe vorzunehmen.

Geplant ist zudem, die Jungen und Mädchen der zweizügigen St.-Peter-Schule an der „ehemaligen“ Hunteschule zu unterrichten. Dabei gibt es die Vorgabe, ausreichende bauliche Veränderungen vorzunehmen, damit dort die gleichen räumlichen Gegebenheiten herrschen, wie zuvor an der Liegenschaft der St.-Peter-Schule. Der Preis dafür ist noch nicht beziffert.

Rebensburg bezeichnete den Vorschlag als „optimale Lösung“, die für die Stadt auch finanzierbar ist. Die Alternative, der Neubau einer zweizügigen Grundschule mit Sporthalle, sei für rund sieben Millionen Euro zu bekommen. Die Stadt sei aber schon jetzt mit rund 17 Millionen Euro verschuldet, und die Kommunalaufsicht habe schon vor Jahren deutlich gemacht, dass eine Verschuldung über 20 Millionen Euro absolut nicht genehmigungsfähig sei.

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