Verein „Grüner Planet“ möchte auch Kinder und Behinderte einbeziehen

Grüne Oase für Hobbygärtner im Herzen von Wildeshausen

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Gärtnerin Heike inmitten des Gemüsebeetes. Es kann bereits geernet werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Ein idyllischer Garten im Herzen von Wildeshausen, in dem biologisch gegärtnert wird, sich Kinder und Menschen mit Assistenzbedarf tummeln können und nach Herzenslust geerntet werden kann. Das klingt für viele wie ein Zukunftsprojekt in der Kreisstadt. Dabei gibt es dieses Angebot bereits – viele wissen jedoch nichts davon.

In der Nähe des historischen Stadtwalls, gleich hinter dem K+K-Markt, hat der Verein „Grüner Planet“ aus Wildeshausen ein rund 1500 Quadratmeter großes Stück Land gepachtet und begonnen, es zu bewirtschaften. Bereits im vergangenen Jahr wurden dort Erdbeeren, Äpfel, Möhren, Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Mais und vieles mehr geerntet. Ziel ist es, neue Erfahrungen zu sammeln und ohne Gift leckere Lebensmittel anzubauen und damit die Selbstversorgung zu stärken.

Seit Herbst 2015 nutzt der Wildeshauser Verein das Land. Die Aktiven hatten in dem Jahr bereits den „Tag im Park“ und Müllsammelaktionen initiiert. „Wir setzen uns für ein friedliches, interkulturelles Miteinander ein. Das bedeutet für uns, dass alle Individuen unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Sexualität gerecht behandelt werden“, heißt es zu den Zielen der Mitglieder.

Der Garten liegt in der Nähe des historischen Stadtwalls inmitten von Wildeshausen.

Mitte 2016 stieß Heike auf das Projekt. Sie ist in Wildeshausen geboren, hatte dann in München gelebte, und war aus privaten Gründen in die Wittekindstadt zurückgekehrt. Als ausgebildete Gärtnerin war sie gleich begeistert von den Möglichkeiten im Garten und der Idee, in der Stadt naturnah zu wirtschaften. Sie pflanzte Blumen und Gemüse und leitet jetzt das Projekt vor Ort. „Ich fände es schön, wenn wir Kinder in den Garten bringen können, die hier selbst Beete anlegen“, sagt sie. Auch Menschen mit Behinderungen könnten sich gut in der grünen Oase engagieren, denn es gebe viele Arbeiten, die den eigenen Fähigkeiten entsprechend ausgeführt werden könnten. Geplant ist zudem, ein Gewächshaus einzurichten.

Ein Aubergine aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Es gibt derzeit viel zu tun im Garten, weil nicht nur die Gemüse- und Obstpflanzen sprießen. Es muss gemäht, gehackt und geharkt werden. Gleichzeitig soll nicht jedes Unkraut sofort entfernt werden, weil diese Pflanzen auch der Bodenverbesserung dienen oder als Heilpflanze genutzt werden können. „Es wäre einfach schön, wenn wir mit möglichst vielen Interessierten Erfahrungen austauschen könnten“, sagt Heike. Wer Interesse daran hat, im Verein mitzumachen oder den Garten zu nutzen, kann sich über die Facebookseite von „Grüner Planet“ melden oder die Homepage aufrufen. Dort befindet sich ein Kontaktformular.

www.gruener-planet.com

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