Kritik der Bauern an Wasserschutz-Novelle 

Grüne zum Landvolk: „Nur Jammern ist zu wenig!“

Landkreis - Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich in einer Pressemitteilung verwundert über die Kritik des Landvolks an der beabsichtigten niedersächsischen Wasser- und Naturschutzrechtsnovelle. Der landwirtschaftliche Interessenverband hatte eine „kalte Enteignung“ beklagt, da der Entwurf vorsieht, dass die Bauern rund fünf Meter von Gräben und jeglichen Gewässern entfernt nicht düngen dürfen. Die Seitenstreifen verlören an Wert, so das Landvolk (wir berichteten).

„In der Region haben wir massive Probleme bezüglich der Reinhaltung des Grundwassers und der Wasserläufe“, halten die Grünen dem entgegen. Das beste Beispiel im Landkreis Oldenburg sei die massive Düngerfracht in die Ahlhorner Fischteiche. „Hier sind konstruktive Ideen und Konzepte gefragt und kein Schimpfen auf eine Landesregierung, die das Problem erkannt hat und jetzt handelt“, so der Fraktionsvorsitzende Eduard Hüsers. Die Medienberichte der vergangenen Monate mit Untersuchungsergebnissen aus dem Landkreis, vom Land und vom Bund seien eindeutig: „Es ist zu viel Nitrat (Stickstoff) im System Landwirtschaft.“ Von einer schleichenden Enteignung durch die Rechtsänderungen könne gar keine Rede sein, zumal das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes schon fünf Meter breite Randstreifen für Gewässer von überörtlicher Bedeutung festlege.

„Wer viel in der Region unterwegs ist, stellt oft fest, dass an manchen Ackerflächen der Abstand zum Gewässerlauf gegen null Meter tendiert“, so Fraktionsmitglied Dr. Reinhold Schütte in der Pressemitteilung. Da kein Gesetz so verabschiedet werde, wie es in die Anhörung hineingehe, fordert die Fraktion die Landwirte und das Landvolk auf, konstruktiv mitzuarbeiten: „Nur Jammern ist zu wenig!“

Rubriklistenbild: © dpa

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