Prüfauftrag an die Stadtverwaltung eingereicht 

Grüne: Bestimmte Ampeln nachts ausschalten

Die Ampelschaltung an der Kreuzung Kaiserstraße/Pestruper Straße reagiert nicht auf das Verkehrsaufkommen. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wer kennt das nicht? Man steht nachts mit dem Auto alleine vor der Ampel an der Heem- oder Kaiserstraße in Wildeshausen und wartet auf „Grün“, obwohl kein weiteres Fahrzeug zu sehen ist. „Warum ist diese Ampel überhaupt an?“, fragt man sich und wird ungeduldig. Das möchten auch die Grünen in der Kreisstadt jetzt geklärt wissen.

Sie haben deshalb einen Antrag für den Stadtentwicklungsausschuss gestellt, mit den zuständigen Verkehrsbehörden in Kontakt zu treten, damit die Ampelanlagen an der Pestruper/Kaiserstraße und an der Heemstraße/Königsberger Straße ab 22 Uhr ausgeschaltet werden. Zudem sollte die Anlage an der Pestruper Straße flexibler auf die unterschiedlichen Verkehrsaufkommen bei den einzelnen Zufahrten eingestellt werden.

Die Initiative der Grünen wird allerdings zunächst nicht öffentlich beraten, sondern von der Verwaltung bearbeitet, um zu klären, was genau möglich ist. Vielleicht lassen sich so schon Änderungen erwirken. „Oftmals stehen Autos auf einer Zufahrt bei Rot, obwohl bei den übrigen Zufahrten keinerlei Verkehrsteilnehmer zu sehen sind“, beschreibt Grünen-Ratsherr Manfred Rebensburg die missliche Situation vor der Kaiserstraßen-Ampel. 

„Ebenfalls werden Grün-Phasen bei langen Autoschlangen abgebrochen, obwohl auf den anderen Zufahrten niemand wartet.“ Ampeln in den Niederlanden und auch an der Altona-Kreuzung gelinge es dagegen, auf solche Situationen sehr flexibel zu reagieren. Ergänzend zu den Anträgen für eine Änderung bei den Signalanlagen plädieren die Grünen dafür, das Ortseingangsschild auf der Pestruper Straße vom aktuellen Standort vor die Kreuzung Pestruper Straße/Lönsweg/Am Pestruper Moor zu versetzen. 

„Die Verlegung des Ortsschildes und die Reduzierung auf 50 Stundenkilometer vor der Kreuzung Pestruper Straße/Lönsweg (aus Richtung Pestrup) macht Sinn, weil die Straße „Am Pestruper Moor“ zu drei Wohnhäusern, der Lönsweg zu zwei Häusern und 200 Meter stadteinwärts Abfahrten nach rechts zu einem Wohnhaus sowie nach links zu zwei Häusern führen. Alle Gebäude sind nicht mehr als 100 Meter von der Pestruper Straße entfernt“, schreibt Rebensburg. 

Zudem stehe das zu versetzende Ortsschild nur etwa 150 Meter vor dem Fußgängerübergang in Höhe der Straße „Zur Kuhtrade“. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge sei daher in Höhe der Überquerung zu hoch. Tempomessungen des Landkreises und der Polizei würden erst 200 Meter entfernt auf der Anhöhe vorgenommen.

„Dieser Übergang wird vor allem morgens von vielen Schülern der Grundschulen und der Realschule benutzt“, so Rebensburg. Nach Verlegung des Ortsschildes werde die Geschwindigkeit der Fahrzeuge an der Querung mit Sicherheit niedriger sein. 

„Ähnlich verfahren wurde im Übrigen auch beim Südring“, schreibt der Grünen-Politiker. „Das Ortsschild sei schon vor der Kreuzung Südring/Düngstruper Straße aufgestellt und nicht erst am Kreisel Visbeker Straße, obwohl der Straßenabschnitt bis zum Kreisel keinerlei Zufahrten und Bebauung aufweise.

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