CDU -Kandidatin gewinnt Wahlkreis 29 gegen Sozialdemokraten / Brunkhorst für FDP im Parlament

Grotelüschen hängt Ortel ab

Werner Köhler freute sich über sein persönliches Ergebnis.

Landkreis (ck) - Eindrucksvoller Triumph einer Debütantin gegen einen Titelverteidiger: Mit ihrer ersten Kandidatur gewann Astrid Grotelü schen ( CDU ) den Kampf um den Wahlkreis gegen Holger Ortel ( SPD ).

Während der Sozialdemokrat lediglich in den einigen Kommen an der Unterweser vorn lag, behielt die Ahlhornerin in allen Gemeinden des Landkreises Oldenburg die Oberhand und erreichte in Ortels Heimatstadt Delmenhorst mit 33,7 Prozent fast ein Unentschieden – nur 0,1 Prozent dahinter. Angelika Brunkhorst von der FDP behält hingegen ihr Bundestagsmandat – dank des guten liberalen Gesamtergebnisses und ihres sicheren Listenplatzes.

Bis in den Morgen feierte Grotelüschen mit 180 Freunden im Ganderkeseer „Airfield-Restaurant“ – „aber so, dass ich bis Dienstag wieder fit bin“, unterstrich die Christdemokratin strahlend. Dann nämlich startet sie zur ersten Sitzung der neu zusammen gesetzten CDU -Fraktion nach Berlin. Und die Unternehmerin und Mutter dreier Söhne weiß genau, in welchen Bereichen sie sich für die kommenden Jahre besonders einsetzen will: „Das sind die Wirtschafts- und Familienpolitik, wie ich es seit der Erklärung meiner Kandidatur vor einem Jahr immer wieder betont habe.“ Während dieser Zeit merkte die Wahlkämpferin, „dass ich damit bei den Menschen ankomme“. Ihre Mandate im Großenkneter Gemeinderat und im Kreistag des Landkreises Oldenburg will sie aber auf keinen Fall aufgeben: „Basisarbeit ist für mich unabdingbar.“ Und für die Menschen in der Region wünschte sich Astrid Grotelüschen, dass ihr SPD -Kontrahent Ortel doch noch über die Liste den Sprung in den neuen Bundestag schaffen möge: „Ich denke, wir könnten für die Menschen vor Ort gut zusammenarbeiten.“

„Ich gratuliere Frau Grotelüschen ganz herzlich“, räumte der Sozialdemokrat unterdessen fair seine Niederlage im Rennen ums Direktmandat ein. Ob es für ihn nach elfjähriger Zugehörigkeit erneut in Berlin für einen Parlamentsplatz über die Liste reicht, stand bis zum späten Abend noch nicht fest. „Niemand weiß bisher, wie viele Wahlkreise in Niedersachsen direkt geholt werden und welche nicht“, erklärte Ortel.

Allerdings hatte er schon vor dem gestrigen Urnengang geahnt, „dass es sehr knapp werden würde“. Sicherlich habe die Partei „Die Linke“ der SPD einiges an Stimmen genommen, „aber es bringt nichts, jetzt die Schuld bei anderen zu suchen. Ich muss mir die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden morgen ansehen, um dann eine Analyse zu treffen“. Erst dann zeige sich, ob er im im Werben um die Wählerstimmen die richtigen Themenschwerpunkte gesetzt habe. Insgesamt bezeichnete er den Wahlkampf aber als „sehr sachlich geführt“.

Das sah der Grünen-Direktkandidat Werner Köhler genauso: „Der persönliche Umgang mit den Konkurrenten der übrigen Parteien war immer sehr korrekt.“ Der Ganderkeseer freute sich während der Präsentation der örtlichen Zahlen im Kreishaus Wildeshausen über „das für mich persönlich gute Ergebnis“ von fast zehn Prozent der Erststimmen landkreisweit. „Teilweise habe ich sogar vor der FDP gelegen. Das zeigt einem, dass man ankommt.“ Köhler bedauerte allerdings, „dass es für die Grünen auf Bundesebene nicht gereicht hat, die Regierung der so genannten Volksparteien abzulösen“.

Angelika Brunkhorst nimmt hingegen während der neuen Legislaturperiode einen Platz in der schwarz-gelben Koalition ein. Die FDP-Abgeordnete aus Wohlde möchte gern weiter im Umweltausschuss sowie Technologie- und Wirtschaftsausschuss mitarbeiten – und da sieht sie auch die dringlichsten Vorhaben: „Wir haben schon vor der Wahl ein Papier zur Energiepolitik ausgearbeitet. Dieses Feld lässt sich nicht auf die lange Bank schieben.“

Neben dem Gesamt-Erfolg freute sich die Politikerin über die guten Resultate der Liberalen im Oldenburger Land – auch mit Blick auf die Politik in Niedersachsen: „Das verleiht der Region mehr Gewicht in Hannover .“

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