Eigentümer stellt seine Ideen vor

Große Pläne für alte Lohgerberei in Wildeshausen

Im Gespräch über die Zukunft der alten Lohgerberei an der Huntestraße: Matthias Kück (UWG, von links), Bernd Oeljeschläger (Bürger- und Geschichtsverein), Ernst Dieter Frost (Miteigentümer), Jens Kuraschinski (Bürgermeister) und Rainer Kolloge (UWG).
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Im Gespräch über die Zukunft der alten Lohgerberei an der Huntestraße: Matthias Kück (UWG, von links), Bernd Oeljeschläger (Bürger- und Geschichtsverein), Ernst Dieter Frost (Miteigentümer), Jens Kuraschinski (Bürgermeister) und Rainer Kolloge (UWG).

Einzelhandel, Café Hausbrauerei? Es gibt einige Ideen für die alte Lohgerberei an der Huntestraße in Wildeshausen.

Wie geht es weiter mit der alten Lohgerberei an der Huntestraße in Wildeshausen? Um diese Frage zu beleuchten, hat sich die UWG bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Jens Kuraschinski, Miteigentümer Ernst Dieter Frost und Bernd Oeljeschläger vom Bürger- und Geschichtsverein getroffen, teilte die UWG am Dienstag mit.

Bei einem Gedankenaustausch wurden hierbei konkrete Planungsansätze der Teilnehmer deutlich gemacht. Frost schwebt im vorderen Bereich zur Huntestraße 34-38 eine der Innenstadt angepasste, kleinteilige Giebelwohnbebauung, gegebenenfalls mit Einzelhandel im unteren Gebäudebereich, vor. Für die Fassadengestaltung wurde hierfür schon ein Planungsbüro beauftragt. Im Innenhof wäre der Betrieb eines Cafés, einer Hausbrauerei oder einer kleinen Käserei mit Verkauf denkbar, so Frost. In den Gebäudeteilen der Gerberei wären Einzelhandel mit Kleingewerbe wie eine Goldschmiede oder der Verkauf von Lederwarenartikeln möglich. „Dafür bedarf es jedoch der finanziellen Unterstützung durch Investoren, aber auch der Stadt Wildeshausen“, heißt es in der Mitteilung.

Stadt sagt Unterstützung bei Bestandsaufnahme zu

Die Beteiligten des Ortstermins seien übereingekommen, zunächst eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Liegenschaft vorzunehmen. Kuraschinski habe hierfür seitens der Stadt die volle Unterstützung angeboten. Auch die Aufnahme des Geländes in einen städtebaulichen Rahmenplan wäre denkbar, so der Bürgermeister. Anschließend sei es möglich, festzulegen, welche Gebäudeteile erhalten bleiben beziehungsweise saniert werden können. „Alle Teilnehmer waren sich einig, dass nun gehandelt werden muss, da der Zustand der Gebäude sich zunehmend verschlechtert“, heißt es weiter. Aber: „Auch ist allen Beteiligten klar, dass eine Umsetzung der geplanten Maßnahmen nicht von heute auf morgen erfolgen kann.“

Die am Gildeplatz bis weit in die 1960er-Jahre vom Wildeshauser Bernhard Benecke betriebene Lohgerberei wurde 2019 von den Wildeshauser Unternehmern Siegbert Schmidt und Frost von einer Erbengemeinschaft gekauft. Die Liegenschaft zwischen Huntestraße und Wittekindstraße ist rund 2 200 Quadratmeter groß.

„Gebäude für die Nachwelt erhalten“

Nach einer gründlichen Begehung der alten Gebäude und der Grundstücksflächen waren sich alle Teilnehmer des Ortstermins einig, dass Gebäudeteile und Fassaden der Lohgerberei unabhängig von einer Teilbebauung der Gesamtfläche für die Nachwelt erhalten bleiben müssen, heißt es in der Mittelung. „Ein zweites ,Huder Zollhaus‘ darf es nicht noch einmal geben“, spielte UWG-Ratsherr Matthias Kück auf das historisch wertvolle Gebäude an der Huntestraße an, das 1969 abgerissen wurde.

Oeljeschläger machte für den Bürger- und Geschichtsverein deutlich, dass es für die Stadt wichtig sei, dieses Stück Wildeshauser Geschichte für nachfolgende Generationen zu erhalten und im Rahmen der Bebauung sowie Umgestaltung den Wiedererkennungswert der Lohgerberei durch Ausstellung der noch vorhandenen Werkzeuge und Gerätschaften sowie Materialien über Arbeitsprozesse einer Gerberei darzustellen.

Rainer Kolloge (UWG) und sein Ratskollege Kück stimmten zu. Beide sehen den Erhalt der Lohgerberei im Zusammenhang mit dem Urgeschichtlichen Zentrum (UZW) in der alten Feuerwehr. Bei dem ehemaligen Handwerksbetrieb handele sich um ein Stück Geschichte, das im Rahmen einer möglichen Museumsmeile das Tor zu Huntestraße über das UZW bis hin zur Alexanderkirche sein könne.

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