Schüler gestalteten Haus der Himmelsthür phantasievoll / Montag kommt aber der Bagger

Große Feier vor dem Abriss

Zusammen mit Jörg Arendt-Uhde stellten sich die Schüler noch einmal vor dem Abbruchhaus auf.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Kunst von kurzer Dauer schufen 24 Schüler der Kunst-AG des Wildeshauser Gymnasiums an einem Gebäude der Diakonie Himmelsthür an der Harpstedter Straße. Das Haus wird ab Montag abgerissen, im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten für Reihenhäuser, die bis Ende des kommenden Jahres bezogen werden sollen.

Deshalb waren die Gefühle aller Beteiligten gestern Abend bei strömendem Regen ein wenig zwiespältig. „Eigentlich ist das Haus viel zu schön dafür, nun abgerissen zu werden“, erklärte Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie. „Sie haben das Gebäude zu neuem Leben erweckt“, lobte er die Schüler und spielte auf die gemalte „Landschaft, die Träume ermöglicht“ an. „Es ist ein Blick in eine neue Welt.“

Genau das war das Ansinnen der Schüler, die damit einen Ausblick auf die neuen Lebensformen für die Bewohner der Himmelsthür geben wollten. Dass das aber unter derart erschwerten Bedingungen erfolgen sollte, hatten sie nicht geahnt. „Malen sie mal bei minus zehn Grad mit Farbe“, erklärte Kim kleine Holthaus. Zuerst seien die Schüler unter Leitung von Lehrerin Silke Hoffmann euphorisch gewesen, dann aber hätten sie gemerkt, dass sie nur sehr wenig Zeit hatten. „Also mussten wir unsere Freizeit am Freitagnachmittag und Sonnabendvormittag opfern.“

Gestern gab es als Belohnung Bratwürste und Glühwein von der Himmelsthür. Auch die Farben hatte die Diakonie spendiert. Und überhaupt: „Wir hatten sehr viel Spaß“, so Kim kleine Holthaus. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Arbeit.“ Der Phönix auf der Wand sei das Symbol der Auferstehung. Und die Handabdrücke von den Bewohnern sollten auf die gute Zukunft hindeuten. Was die Zukunft betrifft, hatte Arendt-Uhde noch einen guten Tipp: Man könne ja Gesteinsbrocken mit den Gemälden später versteigern. Das habe bei der Mauer in Berlin ja auch gut geklappt, erklärte er mit einem Schmunzeln, bevor er an Silke Hoffmann einen Blumenstrauß übergab.

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