Antrag auf Förderung für das DRK-Mehrgenerationenhaus 

„Große Familie“ benötigt weiter Zuschüsse

Ein wichtiger Baustein der Kinder- und Jugendarbeit im MGH ist die Hausaufgabenbetreuung. Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Wildeshausen benötigt auch in Zukunft finanzielle Unterstützung. Die Einrichtung muss sich jetzt für eine weitere vier Jahre dauernde Förderung bewerben. Dafür braucht sie jeweils 5 000 Euro von der Stadt Wildeshausen und dem Landkreis Oldenburg. Der Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie befasst sich am Donnerstag mit der Zusage für einen erneuten Betriebskostenzuschuss.

Ursprünglich waren die Mehrgenerationenhäuser gegründet worden, um das Zusammenleben von jungen und alten Menschen zu unterstützen. „Wir haben damals zunächst viel Wert auf die Kinderbetreuung und die Seniorenarbeit gelegt“, erinnert sich Sandra Scholz an die Anfänge im Jahr 2004. Auch heute spricht sie darüber, dass die Besucher, die Angestellten und die 32 Ehrenamtlichen eine „große Familie“ sind. Die Schwerpunkte der Arbeit haben sich aber deutlich verschoben. Das Haus an der Bahnhofstraße wird von vielen Selbsthilfegruppen genutzt, insbesondere seit Mitte vergangenen Jahres rückt aber auch die Flüchtlingsarbeit immer mehr in den Fokus.

Der DRK-Kreisverband Oldenburg-Land hat das MGH in Wildeshausen erneut für eine Förderung angemeldet. Bei einer Bewilligung gibt es 40.000 Euro vom Bund sowie 10.000 Euro von Landkreis und Kommune. Die Betriebskosten betragen allerdings 100.000 Euro. Somit muss das DRK weiteres Geld über Vermietungen erwirtschaften und aus eigenen Mitteln den Betrieb unterstützen.

Die Stadtverwaltung bezeichnet das MGH als „zuverlässigen Partner bei der Bewältigung zukünftiger kommunaler Aufgaben der sozialen Daseinsfürsorge“. Das sei insbesondere mit Blick auf die durch den demografischen Wandel hervorgerufenen Herausforderungen an die Gestaltung des Gemeinwesens wichtig. Das Haus zeichne sich durch eine „gute kommunale Verankerung und sozialräumliche Vernetzung“ aus und sei daher ein wichtiger Kooperationspartner in der Stadt.

Ganz entscheidend ist für Scholz, dass ein „niedrigschwelliges Angebot“ vorgehalten wird. Dadurch, dass auch viele Menschen mit gar keinem oder nur geringem Einkommen, Dienstleistungen des MGH nutzen, lassen sich jedoch kaum Einnahmen erzielen. Nicht zuletzt deshalb sind die Häuser auf staatliche Unterstützung angewiesen. „Ich bin froh, dass wir noch da sind“, so Scholz. Und selbstverständlich hofft sie, dass das auch für die Zukunft gilt. 

dr

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