„Großbrand“ auf Gelände der Firma Landmaschinen Schröder entpuppt sich als Einsatzübung/ „Erkenntnisse sammeln“

Einsatzkräfte müssen vier „Vermisste“ aus brennender Halle retten

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Die Türen wurden mit Spezialwerkzeug geöffnet.

Wildeshausen - Schreck in der Abendstunde für die Wildeshauser Bürger: Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen auf dem Betriebsgelände der Firma Landmaschinen Schröder an der Heemstraße in Wildeshause sorgte am späten Sonnabendnachmittag für Aufsehen. Um 17.15 Uhr gingen die Sirenen in der Kreisstadt, die die Freiwilligen Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup zu einem „Großbrand“ riefen. In der Meldung hieß es „Großbrand auf dem Firmengelände“.

Zum Glück handelte es sich jedoch nur um eine Übung. Doch gnau das hatten nur vier Kameraden gewusst und bis zum Alarm war die Übung strengstens geheim gehalten worden. Als Kulisse diente das alte Bürogebäude mit Lagerhallen der Firma Schröder, das schon bald abgerissen werden soll.

Das Szenario stellte sich so dar, dass ein Großbrand in den ehemaligen Büroräumen und in der Lagerhalle entstanden ist, in denen sich jedoch noch vier Personen befanden, die geborgen werden mussten. Die Lagerhalle und der Geschäftsraum waren bereits voller Rauch. Ziel der Übung waren die Rettung der vermissten Personen sowie die Brandbekämpfung.

Aber auch das Zusammenspiel der Einsatzkräfte mit Atemschutzträgern innerhalb beider Züge sollte geprobt werden. Eine besondere Aufgabe war es, gleichzeitig an vier Schwerpunkten die Rettungsmaßnahmen einzuleiten. So musste beispielsweise die Düngstruper Wehr für die Wasserversorgung sorgen. Auch logistisch gab es für die Retter einige Hürden zu nehmen, denn die Gebäude waren fest verriegelt und mussten mit Spezialwerkzeug aufgebrochen werden, damit die Atemschutzträger in das Gebäude vordringen konnten.

Das Drehbuch wurde von Stadtbrandmeister Helmut Müller und dem Führer des ersten Zuges, Jörg Kramer, ausgearbeitet. Dass all die Schwierigkeiten von den Einsatzkräften gemeistert und der fiktive Großbrand effektiv bekämpft wurde, davon überzeugten sich neben Kreisbrandmeister Andreas Tangemann auch zahlreiche Zuschauer, die ein nahezu reibungsloses Zusammenspiel der Feuerwehrkräfte erlebten. „Es gilt, Erkenntnisse aus der Übung zu sammeln, Fehler zu notieren und zu besprechen, um diese möglichst abzustellen“, erklärte Andreas Tangemann.

jb

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