Strecke zwischen Wildeshausen und Groß Ippener wird bald wieder freigegeben

Großbaustelle auf der A 1: Pause nur von kurzer Dauer

Derzeit wird die Baustelle aufgeräumt. Die Lampen sind bereits abmontiert. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Viele Pendler, die täglich die A 1 in Richtung Bremen nutzen, dürften aufatmen, dass in der Baustelle zwischen Wildeshausen und Groß Ippener in beiden Richtungen die Aufräumarbeiten begonnen haben. Anfang Dezember sollen alle Hindernisse beseitigt sein. Doch schon einen Monat später kommt es ab dem Autobahndreieck Stuhr für knapp ein Jahr ganz dick, denn dort wird die Fahrbahn komplett saniert. Gleich darauf ist die andere Richtung dran.

Seit dem Frühjahr wurde die Strecke zwischen den Anschlussstellen WildeshausenWest und Groß Ippener auf beiden Seiten in einem Stück erneuert und der Bereich ab dem Autobahndreieck Stuhr an einigen Betondeckenplatten saniert. Dazu gab es regelmäßig neue Verkehrsführungen, die aber immer zwei Fahrspuren für jede Richtung beinhalteten. Die Fachleute sprechen von einer 4+0-Verkehrsführung, bei der eine Richtungsfahrbahn komplett gesperrt wird und die andere in beide Richtungen befahren werden kann. „Das hat sich bewährt“, so Frank Zielesny von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg. Die Verkehrssicherheit habe sich dadurch deutlich verbessert. Da bei Geschwindigkeiten von 60 bis 80 Stundenkilometern die höchste Dichte im Verkehr erreicht werden könne, habe man die Fahrzeuge weiträumig davor abgebremst. Zudem seien auf der Strecke zwischen den Fahrbahnen Lampen installiert worden. „Das wurde sehr positiv aufgenommen“, berichtete Zielesny.

Auch die Feuerwehr ist mit den Regelungen in den vergangenen Monaten sehr zufrieden. Diesmal kam es nicht zu schweren Unfällen am Stauende, wie bei den vorangegangenen Baustellen auf der A 1. Zudem sorgten enge Absprachen mit der Polizei dafür, dass die Feuerwehr aus Wildeshausen im Notfall relativ problemlos zum Einsatzort kommen konnte. „Wir sind von Wildeshausen-Nord und über einen Parkplatz in der Gemeinde Prinzhöfte aufgefahren“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer. Einmal habe sich das bei einem brennenden Laster bewährt, der für lange Staus gesorgt habe.

Während die Betondeckenplatten auf der Strecke zwischen Wildeshausen und Groß Ippener seit 20 Jahren liegen und nun wieder voll funktionsfähig sein sollen, ist die Strecke zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und Brinkum schon älter als 30 Jahre und zum Teil abgängig. „Dort beginnt Anfang kommenden Jahres die Grunderneuerung“, kündigte Zielesny an. Die Aufträge würden im kommenden Monat vergeben, die ersten Arbeiten begännen im Januar. Die umfangreichen Baumaßnahmen sind dann von Februar bis Dezember geplant, im Jahr darauf geht es auf die andere Seite. Die Kosten liegen bei 20 Millionen Euro pro Fahrbahn. Die Baustelle wird acht Kilometer lang.

Vermutlich ist mit größeren Behinderungen zu rechnen, obwohl die Strecke wegen der derzeit vorhandenen drei Spuren breiter ist. Während nämlich auf dem Teilstück bis Groß Ippener in Richtung Bremen 50 000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs sind, kommen ab dem Dreieck Stuhr rund 30 000 Fahrzeuge dazu. „Das bringt auch das 4+0-System an die Leistungsgrenze“, sagt Joachim Delfs, Geschäftsstellenleiter der Landesbehörde.

Auch bei der neuen Baustelle sollen während der Arbeiten Lampen installiert werden. Zudem wird die Polizei regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchführen. „Vom Straßenrand und von der Brücke aus – und mit unauffälligen Apparaten“, so Zielesny.

Von Dierk Rohdenburg

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